Kein Notgroschen: Experten raten von klassischem Sparen ab

Auf einer weißen Fensterbank vor einem weißen Fensterrahmen steht ein weißes Sparschwein. Aus dem Schlitz des Schweines schauen mehrere Euro-Scheine heraus. Daneben liegen auf der Fensterbank einige Euro-Münzen.
Symbolbild © istockphoto/fermate

Viele Menschen in Deutschland legen Geld zurück für schlechte Zeiten oder um sich etwas Außergewöhnliches leisten zu können. Doch Experten raten von klassischem Sparen ab. Denn es hat zu viele Nachteile.

Bei diesem Rat dürften viele erstaunt sein und sich berechtigterweise fragen, was so falsch daran ist. Doch Experten raten tatsächlich von klassischem Sparen ab und empfehlen stattdessen eine bessere Alternative.

Millionen Menschen sparen – und zwar falsch

Millionen Menschen setzen noch auf die klassische Art zu sparen, sieht man einmal vom Bargeld unterm Kopfkissen ab. Denn in Deutschland gibt es noch rund 37 Millionen Sparbücher. Im Gegensatz zu früher erhält man heute jedoch keine höheren Zinsen mehr auf sein Geld. Da die Inflation gestiegen ist, gleichen die Zinsen nicht einmal mehr diese aus. Und dennoch schwören immer noch viele Menschen auf genau diese Art zu sparen. Als wichtigstes Argument nennen sie dabei die Sicherheit. Wer sein Geld auf dem Sparbuch anlegt, kann sich sicher sein, dass er es ausgezahlt bekommt. Doch das klassische Sparbuch hat viele Nachteile.

Lesen Sie auch
Notaufnahmen kollabieren: Virus nun in Deutschland angekommen

Experten raten von klassischem Sparen ab: „Hat zu viele Nachteile“

Experten sehen für das klassische Sparbuch jedoch keine Vorteile mehr. Zum einen liegt die Inflationsrate höher als der Zinssatz, den es mit durchschnittlich 0,10 Prozent gibt. Damit verkümmert die Geldeinlage als totes Kapital nicht nur, sondern stellt eigentlich ein Negativgeschäft dar. Zum anderen kommt man als Kunde nicht uneingeschränkt an das Geld heran. Man kann nur maximal 2.000 Euro abheben, was für so manchen wohl zu wenig ist. Will man einen höheren Betrag abheben, muss man dafür Vorschusszinsen zahlen. Damit ist das klassische Sparbuch in jeglicher Hinsicht unflexibel.

Aufgrund der zahlreichen Nachteile raten Experten deshalb zum Tagesgeldkonto. Auch hier kann man eine Einlage von bis zu 100.000 Euro tätigen. Mit einem Zinssatz von 3,10 Prozent liegen auch die Zinsen deutlich höher. Zudem kann man sein Geld jederzeit abheben und auch den gewünschten Betrag. Außerdem erhalten Kunden die gleiche Sicherheit wie beim klassischen Sparbuch.

(Quellen: eigene Recherchen der KA-Insider-Redakteure, Bundesfinanzministerium)