
Nun gibt es für ein Solar-Unternehmen keine Rettung mehr. Es musste aufgeben und wird jetzt verkauft. Die Tore haben sich bereits vor einigen Tagen für immer geschlossen.
Für das einstige Vorzeige-Start-up aus München schließt sich nach Jahren des Ringens endgültig das Kapitel. Wer die Entwicklung in der Solarbranche verfolgt hat, blickt indessen auf ein bitteres Ende, das sich über Monate angebahnt hatte und die Automobil- und Cleantech-Szene nachhaltig beschäftigt.
Im Frühjahr kam der Schicksalsschlag: keine weitere Finanzierung mehr
Eigentlich war das Schicksal des Unternehmens bereits im März dieses Jahres besiegelt. Die Muttergesellschaft des Unternehmens, die Sono Group N.V., beschloss überraschend, die Solarsparte der Tochterfirma nicht weiter zu finanzieren, und kappte jegliche finanzielle Unterstützung. Sie gab ihre Anteile für einen symbolischen Euro ab und strukturierte sich komplett um: Die Sono Group verließ das Solargeschäft und fokussierte sich stattdessen strategisch auf Bitcoin und digitale Anlagen.
Ein schwerer Schicksalsschlag für das Tochterunternehmen, das indessen verzweifelt auf Investorensuche ging. Auch die Zeit spielte gegen die verbliebenen Geschäftsführer. In nur drei Monaten mussten sie eine Finanzierung auf die Beine stellen. Trotz intensiver Verhandlungen mit potenziellen Geldgebern konnte keine neue Investitionsvereinbarung abgeschlossen werden. Ohne Kapital war der laufende Betrieb nicht mehr zu halten.
Keine Rettung mehr: Solar-Unternehmen steht zum Verkauf
Nun gibt es keine Rettung mehr und das Solar-Unternehmen steht nun zum Verkauf. Man plant, den Betrieb vollständig abzuwickeln und die Vermögenswerte zu verkaufen. Das gesamte technologische Kernportfolio steht zum Verkauf. Dazu gehören alle Patente, das geistige Eigentum (IP), die spezifische Fahrzeug-Solarintegration sowie die hochentwickelte Leistungselektronik, insbesondere der Solarladeregler. Außerdem steht das Fahrzeugmodell Sono Sion zum Verkauf. Die Geschäftsführer zeigen sich traurig, aber dennoch stark. Leider habe es für Sion keine weiteren Investitionen gegeben, um das Auto weiterzuentwickeln.
Dennoch kenne man den Wert der kompletten Technologie von Sono Solar und wolle diese zu entsprechenden Preisen verkaufen, heißt es. Man wolle deshalb einen Käufer finden, der die marktreifen Produkte weiterentwickelt und auch auf den Markt bringen kann. Denn laut Geschäftsführung haben die entwickelten Technologien das Potenzial, eines Tages auf dem Markt bestehen zu können.
(Quellen: Focus online, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














