
Die Berufswelt wird digitaler. Auch ältere Arbeitnehmer arbeiten zunehmend mit KI am Arbeitsplatz. Nun zeigen sich die ersten Gefahren: Experten erklären, warum ausgerechnet ältere Beschäftigte unter dem Fortschritt leiden könnten. Allerdings gibt es nicht nur Nachteile.
Sie sorgt für Entlastung, Zeitersparnis und Effizienz im Arbeitsalltag vieler Unternehmen. Dass KI jedoch auch Risiken für Ältere birgt, wird oftmals unterschätzt.
Kaum aufzuhalten: Digitale Tools sind allgegenwärtig
Ob in der Industrie, in der Medizin oder in der Verwaltung: Künstliche Intelligenz hilft in vielen Arbeitsbereichen dabei, Mitarbeiter zu entlasten und Arbeitsprozesse insgesamt deutlich effizienter zu gestalten. Zudem eröffnet der digitale Fortschritt neue Berufsfelder und Jobmöglichkeiten. Vor allem jüngere Generationen genießen durch den versierten Umgang mit neuer Technik einige Vorteile und zeigen weniger Anpassungsschwierigkeiten. Zwar fallen bestimmte Jobs in Zukunft KI-bedingt weg, doch einige Berufe können kaum ersetzt werden. Hierzu zählt die Beschäftigung im sozialen Sektor, etwa die Pflege von Menschen. Klar ist auch: Die Gefahren der KI werden derzeit verstärkt untersucht.
KI und ältere Arbeitnehmer: Warum sie ein Risiko darstellt
Die Confederation of British Industry (CBI) verweist nun auf Nachteile durch den KI-Fortschritt in der Arbeitswelt, die insbesondere ältere Arbeitnehmer treffen. Demnach gibt es zu wenig Hilfe und Schulungsangebote für sie ‒ und das reduziert ihre Jobchancen am Markt. Nicht alle können sich den schnellen Veränderungen anpassen, so der Wirtschaftsverband. Deshalb würde auch die Gefahr eines früheren Ausscheidens aus dem Arbeitsleben bestehen.
Nicht nur in Großbritannien und in den USA sind digitale KI-Systeme ein großes Thema, denn auch Arbeitnehmer in Deutschland müssen zunehmend mit neuen Tools im Arbeitsalltag zurechtkommen. Untersuchungen der Harvard University zeigen zugleich: Die Beschäftigungszahl von älteren Angestellten bleibt in US-Unternehmen, die auf generative KI setzen, überwiegend unverändert. Zugleich reduzieren sich allerdings die Junior-Stellen. Wie Fachleute betonen, lässt sich eine solche Entwicklung auch damit erklären, dass Arbeitgeber auf die Erfahrung und Expertise ihrer älteren Belegschaft vertrauen. Wie sich die Situation am deutschen Arbeitsmarkt entwickeln wird, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.
(Quellen: CBI, Boston College)














