
Während sich Familien in vielen Restaurants ausgeschlossen und unerwünscht fühlen, eröffnen in Deutschland nun erste reine Familiencafés. Hier kann nach Lust und Laune gespielt werden.
Inzwischen gibt es Restaurants und Lokale, die Kinder erst ab einem bestimmten Alter als Gäste tolerieren. Einige Betreiber drehen den Spieß jedoch um und eröffnen erste reine Familiencafés. Hier dreht sich alles um den Nachwuchs und die Eltern.
Kinderlärm erwünscht – Raum für Familien mit kleinen Kindern
Wer selbst Kinder hat oder im Restaurant Familien begegnet ist, weiß, dass die Kleinen nur selten stillhalten. Sie sind ungeduldig, wollen spielen, sich bewegen und sich ordentlich austoben. Als Eltern sind einem dabei oft die Hände gebunden. Denn natürlich soll der Nachwuchs lernen, dass man sich in bestimmten Situationen ruhig zu verhalten hat. Aber so lange wie eine Mahlzeit dauert, halten es gerade Kinder im Kindergartenalter und jünger einfach nicht aus, ununterbrochen ruhig zu sein. Dann wird es oft laut, denn der Nachwuchs lacht und schreit. Andere Gäste fühlen sich dann schnell belästigt und in ihrer Ruhe gestört.
Die ersten Cafés für Familien haben in Deutschland bereits geöffnet. Das Konzept setzt hier auf die Kleinsten und bietet ihnen mit Extra-Spielecken, Malsachen und Tobeecken einen eigenen Raum. Doch es gibt in Dortmund einen Betreiber, der das Konzept noch einmal deutlich erweitert und sogar ein Herzensprojekt integriert hat, das einwandfrei ankommt.
Erste reine Familiencafés eröffnen: Hier gibt es etwas ganz Besonderes
Ein Familiencafé-Betreiber hat sich nun noch einmal etwas ganz Besonderes ausgedacht. Neben einer großen Spielecke mit eigenen Regeln gibt es auch eine Wickel- und Stillecke. Da er selbst weiter sei, wisse er, wie schnell sich Kinder, die gestillt werden, ablenken lassen. So können sich die Mütter mit den Säuglingen in diese Ecke zurückziehen. Neben gemütlichen Sitzgelegenheiten und Stillkissen gibt es auch eine Bückerecke und ein Mobile, die das Füttern zu einem wunderschönen Moment der Geborgenheit und des Wohlfühlens machen.
Zudem hat Sebastian Bal, der Inhaber des Cafés, sich noch etwas ausgedacht. Es gibt eine Ecke mit eigens designten Schulranzen für Kinder, deren Eltern sich einen Schulranzen nicht leisten könnten. Ins Leben gerufen hatte dies der Schwiegervater, berichtet Bal. Für jeden Ranzen, den man von der eigenen Marke „tonton“ kauft, spendet man einen weiteren Schulranzen für ein bedürftiges Kind. Die Übergabe erfolgt natürlich diskret an die bedürftigen Familien. Inzwischen arbeite man mit Sozialträgern und anderen Stellen zusammen, heißt es.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














