Klassische Krankmeldung nicht mehr gültig – Änderung ab 2023

Stapel mit Krankmeldungen vom Arzt.
Symbolbild © istockphoto/Imagesines

Ab 2023 gilt die klassische Krankmeldung, wie man sie Jahrzehnte vom Arzt erhalten hat, nicht mehr. Dafür gibt es jetzt Änderungen.

Wer sich über die klassische Krankmeldung vom Arzt krankmelden möchte, der muss diese Änderungen kennen, die ab 2023 gültig sind.

Das neue Verfahren wird eingeführt

Schon länger wollten die Verantwortlichen das System zur AU verändern. Üblicherweise ging ein Arbeitnehmer zum Arzt, holte sich die Krankmeldung und musste diese beim Arbeitgeber und der Krankenasse abgeben, beziehungsweise mit der Post einsenden.

Dies war mit Aufwand verbunden, den man offenbar reduzieren kann. Jetzt soll sich jeder schneller und deutlich einfacher krankmelden können. Das neue System wird ein eAU-Verfahren sein, mit dem sich die Krankmeldungen digitalisieren lassen.

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So funktioniert das neue System

Bislang mussten Arbeitnehmer im Falle einer Kranschreibung die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom Arzt innerhalb von drei Tagen vorlegen. Diese gab es bisher nur als Papierdokument. Jetzt soll es möglich sein, dass dieses Dokument digital an den Arbeitgeber geschickt werden kann.

Das eAU-Verfahren, also elektronische Arbeitsunfähigkeit, gilt ab 2023. Die Praxen müssen derzeit auf das neue System umrüsten. Ab dann können die Praxen am selben Tag noch die Bescheinigung über das eAU-Verfahren an die Krankenkasse übermitteln.

Von der Kasse geht es weiter

Ist die Bescheinigung bei der zuständigen Krankenasse angekommen, übermittelt diese die entsprechenden Daten an den Arbeitgeber. Diese haben die Möglichkeit, die digitalisierten Daten einfach bei Bedarf abzurufen.

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Die Versicherten werden über die Änderung und über das neue Verfahren nicht automatisch informiert. Das neue System wird für alle gesetzlich Versicherten zuerst eingeführt. Dann werden die Privatpatienten nachziehen.