Klatsche: Traditions-Unternehmen nach 100 Jahren insolvent

Vor dem Abendhimmel steigt aus mehreren hohen Schornsteinen in einem Industriegebiet eine kräftige hohe und dichte Rauchwolke auf. Man sieht weitere Gebäude und kleinere Schornsteine gegen den Himmel aufragen.
Symbolbild © imago/Sven Simon

Nach 100 Jahren muss nun das nächste Traditionsunternehmen Insolvenz anmelden. Damit trifft es einen weiteren Betrieb, den die Wirtschaftskrise in die Pleite reißt. Viele fragen sich, was noch alles geschehen muss.

Ein deutscher Betrieb, der schon viele Tiefen erlebt hat, muss nun das nächste traurige Kapitel aufschlagen. Das Traditionsunternehmen mit einer bewegenden Geschichte muss nach 100 Jahren Insolvenz anmelden.

Eine bewegende Geschichte mit viel Tradition – leider gibt es keinen anderen Ausweg

Eigentlich denkt man sich bei solch einer bewegenden Geschichte mit vielen Höhen und Tiefen, dass ein solches Unternehmen nichts erschüttern kann. Der Betrieb hat den Zweiten Weltkrieg überlebt. Nachdem die Betriebsstätten des in Düsseldorf ansässigen Unternehmens vollständig zerstört worden waren, siedelte es nach Römhild in Thüringen um und wurde wieder komplett aufgebaut. Auch die DDR-Zeiten konnten dem Traditionsbetrieb nichts anhaben. Was jedoch all diese schwierigen Jahre nicht geschafft haben, schafft nun die katastrophale Wirtschaftslage in Deutschland. Das Unternehmen ist insolvent und hat bereits im vergangenen Monat einen Antrag auf Insolvenz gestellt.

Nach 100 Jahren: So soll es mit dem Traditions-Unternehmen weitergehen

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Im Jahr 2026 – 102 Jahre später – muss sich das Traditions-Unternehmen Eliog Industrieofenbau nun der Wirtschaftskrise stellen. Diese hatte bereits Tausende Unternehmen in die Pleite gezogen. Und die Gründe sind immer wieder dieselben: Das Kaufverhalten geht zurück, während im Gegenzug die Preise für Energie und Personal steigen. Auch die bürokratischen Hürden, die hierzulande immer höher werden, stellen Schwierigkeiten für die Unternehmen dar.

Eliog Industrieofenbau, das sich auf den Bau von Industrieöfen, wie zum Beispiel im Autobau, spezialisiert hat, musste nun ebenfalls feststellen, wie angespannt die Lage derzeit ist. So würden laut Angaben des Insolvenzverwalters und der Geschäftsführung die Kunden entweder ihre Aufträge komplett zurückziehen oder aufs nächste Jahr verlegen. Letzteres wohl in der Hoffnung, dass sich die Rahmenbedingungen in Deutschland geändert haben. Hinzu kommen hohe Energie- und Personalkosten. Nun wolle man zunächst die Substanz des Unternehmens erhalten, heißt es. Zudem soll der Sanierungsplan vorangetrieben werden, damit man einen neuen Investor finden kann.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, t-online)