
Der Verlust von Kleingeld beim Münzwechsel ist eine nervige Sache. Nun wollen immer mehr Supermärkte den Wechsel von Kleingeld ohne Gebühren einführen. Sie machen sich damit gleich beliebt bei Kunden und heben sich von der Konkurrenz ab.
Kleingeld kostet beim Umtausch oft überraschend viel Geld. Ein Supermarkt setzt jetzt auf eine Lösung ohne Gebühren und sorgt für Interesse. Kleingeld ohne Gebühren ist die Devise, der vielleicht ja sogar noch mehr Supermärkte folgen werden.
Kleingeld wechseln: Warum sich ein genauer Blick auszahlt
Fast jeder hat irgendwo ein Glas, eine Dose oder ein Sparschwein voller Kleingeld stehen. Über Monate sammelt sich ein beachtlicher Betrag an. Doch wer die Münzen später bequem am Automaten wechseln möchte, stellt oft fest, dass dafür überraschend hohe Gebühren fällig werden. Viele Verbraucher wissen dabei gar nicht, dass sich die Kosten für den Münzwechsel stark unterscheiden können. Während einige Banken ihren Kunden kostenlose Einzahlungen ermöglichen, verlangen andere feste Gebühren oder einen prozentualen Anteil des Gesamtbetrags. Gerade bei größeren Münzmengen kann das schnell mehrere Euro kosten.
Bevor das Kleingeld im Automaten landet, lohnt sich ein Anruf bei der Hausbank. Auch die Deutsche Bundesbank tauscht Euro-Banknoten und -Münzen kostenlos um. Wer regelmäßig bar bezahlt, kann kleine Münzen außerdem gezielt beim Einkauf einsetzen und verhindert so, dass sich überhaupt große Mengen ansammeln. Ein weiterer Spartipp: Viele Selbstbedienungskassen akzeptieren gemischtes Münzgeld problemlos. Doch jetzt sorgt ein Supermarkt mit einer ungewöhnlichen Idee für Aufmerksamkeit – und zeigt, dass es auch ganz ohne Gebühren funktionieren kann.
Supermarkt bietet kostenlosen Münzwechsel – und alle profitieren davon
Im Edeka-Markt Ernst im rheinland-pfälzischen Zweibrücken können Kunden ihr gesammeltes Kleingeld an einem festen Wochentag kostenlos an der Information abgeben. Nach dem Zählen wird der vollständige Betrag ohne Abzüge als Einkaufsgutschein ausgegeben. Von der Aktion profitieren beide Seiten. Kunden sparen die Gebühren, die bei vielen Münzautomaten anfallen. Gleichzeitig benötigt der Markt weniger Wechselgeld von der Bank und reduziert dadurch eigene Kosten für die Bargeldversorgung.
Nach Angaben des Unternehmens wird das Angebot sehr gut angenommen. Aufgrund der großen Nachfrage ist sogar denkbar, dass künftig weitere Wechseltage eingeführt werden. Das zeigt, wie groß das Interesse an günstigen Alternativen inzwischen ist. Der Fall macht deutlich, dass sich ein Vergleich lohnt. Nach Angaben der Verbraucherzentrale können Münzautomaten bis zu zwölf Prozent Gebühren verlangen. Wer kostenlose Angebote nutzt oder seine Münzen direkt im Alltag ausgibt, spart bares Geld – und vermeidet unnötige Abzüge.
(Quellen: Verbraucherzentrale, Deutsche Bundesbank)














