Klima-Aktivisten blockieren Autobahn: Wütender Fahrer zückt Schlagstock

Fahndung auf Autobahn
Symbolbild © istockphoto/Alvaro Laguna

Die Autobahn 95 war blockiert – während des Berufsverkehrs. Klimaaktivisten haben sich auf der Abfahrt München-Fürstenried festgeklebt.

Wenn sich Klimaaktivisten auf der Autobahn festkleben, ziehen sie die Wut der Autofahrer auf sich. Das ist bekannt und verständlich. Am Montag, 16. Mai, wurde der Berufsverkehr stadteinwärts stundenlang blockiert. Die Situation eskalierte.

Mercedes Fahrer wollte nicht warten – er zückte einen Schlagstock

Gegen 8 Uhr morgens setzten sich 3 Aktivisten auf die Autobahn. Die Aktivisten gehören der Protestbewegung „Letzte Generation“ an. Ihr Ziel bei der Straßenblockade: Wirtschaftsminister Habeck von den Grünen soll die fossile Infrastruktur nicht weiter ausbauen.

Die Autofahrer fahren verständlicherweise wütend, denn der Verkehr wurde für ca. 2 Stunden lahmgelegt.

Lesen Sie auch
Neue Steuer ab Juli: Millionen Hausbesitzer und Eigentümer betroffen

Ein Mercedes Fahrer war erst gar nicht bereit, solange zu warten. Zuerst fuhr er mit dem Auto ganz nahe an einen der Aktivisten heran. „Er kam langsam mit dem Auto immer näher, bis ich den Druck seines Reifens an meinem Knie spürte“ gab dieser zu Protokoll.

Dann stieg er aus und bedrohte ihn mit einem Schlagstock. Der Autofahrer ließ dann jedoch von ihm ab und fuhr weiter.

Aktivisten erhielten eine Anzeige

Später rückten mehrere Streifen an. Die Klimaaktivisten klebten sich an der Straße fest. Die Polizisten mussten sie vom Asphalt lösen – dies ging nur mit einem speziellen Lösungsmittel. Es wurde aber niemand verletzt.

Lesen Sie auch
"Dreistigkeit": Dutzende Falschparker in Fußgängerzone erwischt

Der Mercedes Fahrer mit dem Schlagstock konnte nicht ausfindig gemacht werden. Es gab nicht genügend Hinweise. Der Innenminister der CSU, Joachim Herrmann warnt: Diese Selbsthilfe gegenüber den Aktivisten kann strafbar sein.

Es waren jedoch die Klimaaktivisten, die eine Anzeige wegen der Straßenblockade erhielten, denn ihr Protest war „absolut inakzeptabel“ so Joachim Herrmann.

Weitere Proteste geplant

Dies war nicht die erste Aktion der Klimaaktivisten „Letzte Generation“ Diese hatten bereits im Februar dieses Jahres eine Flughafenzufahrt in München blockiert. Und die Proteste sollen weiter gehen. Trotz Anzeige. Für die kommenden Montage haben die Aktivisten weiter Blockaden in München und Bayern angekündigt.