
Die Menschheit steht wohl vor einer neuen Katastrophe, die einen unumkehrbaren Wendepunkt darstellen könnte. Denn der Amazonas stößt mehr CO₂ aus, als er speichert. Die Fachexperten sind in echter Sorge.
Die Menschheit steht wohl vor einer neuen Katastrophe, die einen unumkehrbaren Wendepunkt darstellen könnte. Denn der Amazonas stößt mehr CO₂ aus, als er speichert. Die Fachexperten sind in echter Sorge.
Experten warnen vor Kippunkt: „Könnte bald erreicht sein“
Schon seit Jahren warnen Experten immer wieder davor, dass die Menschheit zu wenig für das Klima tut. Der Klimawandel scheint trotz der bisherigen Bemühungen weiterhin unaufhaltsam zu sein und zeigt, dass wir anscheinend nicht genug tun, um ihn zu stoppen. Es bedarf mehr als nur der Pflanzung einzelner Bäume oder der Standardisierung von E-Autos als Hauptverkehrsmittel. Experten werten immer wieder Millionen Daten aus und machen sich Sorgen, da auch im letzten Jahr die Durchschnittstemperaturen über den Durchschnittswerten des Referenzzeitraums zwischen 1990 und 2020 lagen. Weichen wir weiterhin von den festgelegten Klimazielen ab, unter anderem davon, dass die Temperaturen nicht um mehr als 1,5 Grad steigen sollen, könnte der Kipppunkt bald erreicht sein.
Amazonas stößt mehr CO₂ aus als er speichert: „Wir müssen dringend handeln“
Eines der Kippelemente, die den Point of No Return markieren könnten, ist der Amazonas. Verändert er sich ökologisch, könnte dies einen Wendepunkt bedeuten, von dem es kein Zurück mehr gibt. Experten befürchten, dass dies nun der Fall sein könnte. Auswertungen der Daten des Amazonas aus dem Jahr 2023 haben ergeben, dass er mehr CO₂ ausstößt, als er speichert. Bislang haben die Pflanzen immer so viel CO₂ absorbiert, dass der Regenwald als Klimaretter galt.
Das Jahr 2023 habe laut Experten gut angefangen. In den Monaten Januar bis Mai habe der Amazonas sogar mehr CO₂ aufgenommen als zuvor. Dann kam der Wendepunkt. Besonders schlimm sei dabei der Zeitraum zwischen Oktober und November gewesen. Fachleute gingen zunächst davon aus, dass dies eine Folge der Waldbrände gewesen sei. Ein Vergleich habe jedoch ergeben, dass deren Anzahl im bisherigen Mittel lag. Der Grund für diese Wende sind die gestiegenen Temperaturen des Pazifiks und des Atlantiks. Dadurch blieb die Feuchtigkeit aus, die der Regenwald für Niederschläge benötigt. Experten hoffen, dass dies nur ein einmaliger Ausreißer war. Zukünftige Auswertungen werden dies zeigen. Allerdings sollte diese Erkenntnis die Menschheit endlich wachrütteln und zum Handeln bewegen. Es kommt auf uns alle an.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Max-Planck-Institut für Biogeochemie, AGU Advances)














