
Wenn die Zahlen weiterhin steigen, dürfte die Klimawende in Deutschland zum Greifen nah sein. Denn der Solarstrom überholt hierzulande Kohle und Gas als Hauptversorger. Doch Experten üben auch Kritik.
Die neuesten Zahlen stehen nun fest und zeigen eine durchaus erfreuliche Tendenz: Der Solarstrom überholt in Deutschland Kohle und Gas als Energiequelle und dürfte damit wohl die Klimawende einläuten.
Neues Jahr, neue Herausforderungen: Zahlen zeigen eindeutige Tendenz
Am Anfang eines jeden Jahres wertet die Bundesnetzagentur die einzelnen Energiequellen aus und zeigt in ihren Auswertungen, welche Energiequelle am häufigsten in Deutschland genutzt wird. Im letzten Jahr war der Solarstrom mit 14 Prozent der Gesamtversorgung vertreten. Und bereits im letzten Jahr zeigte sich, dass Kohle und Gas von erneuerbaren Energien abgelöst werden. Dies ist ein gutes Zeichen, denn genau das strebt Deutschland an und will 2030 sogar einen sehr viel höheren Prozentsatz erreicht haben. Und auch die Zahlen für 2025 zeigen, dass die fossilen Brennstoffe zunehmend ihre Bedeutung verlieren.
Solarstrom überholt Kohle und Gas: „Sind bislang nicht am Ende“
Im Jahr 2025 überholt der Solarstrom dann nicht nur die Kohle, sondern auch das Gas. Mit 18 Prozent siegt es deutlich vor der Kohle mit 14 Prozent und dem Erdgas mit 16 Prozent. Doch die wichtigste Energiequelle bleibt der Wind. Die Windenergie liegt mit 27 Prozent weit vorn. Obwohl die alternativen Energiequellen mit 58,8 Prozent über die Hälfte der Stromversorgung Deutschlands liefern, reicht dies noch längst nicht aus. Zwar installierte man hierzulande mehr Fotovoltaik-Anlagen, aber das Ausbautempo habe man nicht erhöht.
Und das dies noch geschehen muss, zeigt das Ziel Deutschlands: Bis 2030 will man über 80 Prozent der Stromversorgung aus erneuerbaren Energien beziehen. Aus diesen Zahlen hat man jedoch einige Mengen herausgerechnet. So wurde die Energieerzeugung durch die Deutsche Bahn herausgerechnet. Auch der Eigenverbrauch der Haushalte fand keinen Eingang in die Zahlen. Wer sein E-Auto zu Hause auflädt, findet sich nicht in der Statistik wieder. In Deutschland sieht man dem Ziel jedoch optimistisch entgegen. In einem Jahr zeigt sich, ob dieser Optimismus begründet ist.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa, Bundesverband Solarwirtschaft, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme)














