Kontaktlos zahlen: Diese Gefahr steckt im schnellen Bezahlvorgang

Eine Frau wählt die Zahlmethode ihrer EC-Karte der Sparkasse und hält die Girokarte an einem EC-Karten-Lesegerät. Die Karte sowie das Gerät stehen klar im Fokus, der Hintergrund ist verschwommen.
Symbolbild © imago/MiS

Das kontaktlose Zahlen ist allgegenwärtig. Dass jedoch diese Gefahr im schnellen Bezahlvorgang steckt,  dürfte nur wenigen klar sein. Es ist also Vorsicht geboten und einiges zu beachten.

Das kontaktlose Zahlen ist einfach, schnell und ohne großen Aufwand durchzuführen. Allerdings steckt diese Gefahr im schnellen Bezahlvorgang, die so manchem Kunden nun große Sorgen bereitet. Doch es gibt Möglichkeiten, sich davor zu schützen.

Schnell, bequem und hygienisch

Das kontaktlose Bezahlen hat in den vergangenen Jahren eine zentrale Rolle im Handel eingenommen. Es bietet eine schnelle, bequeme und hygienische Zahlungsweise, die Wartezeiten an Kassen verkürzt und das Einkaufserlebnis erleichtert. Durch Technologien wie NFC und mobile Wallets gewinnen Verbraucher Flexibilität, während Händler von einer besseren Kundenbindung profitieren. Gleichzeitig rücken Sicherheit und Datenschutz stärker in den Fokus, sodass umfangreiche Anmeldeverfahren, regelmäßige Updates und klare Transparenz zu Transaktionslimits wichtig sind. Jedoch steckt diese Gefahr indessen im schnellen Bezahlvorgang, weshalb unbedingt einiges zu beachten ist.

Blocker zum Abschirmen der Funkwellen

Das kontaktlose Bezahlen mit Technologien wie Near Field Communication, kurz NFC, oder mobilbasierten Lösungen wie Wallet-Apps ermöglicht es, Zahlungen einfach abzuschließen. Dabei wird das Smartphone oder die Karte kurz in die Nähe eines Lesegeräts gehalten. Die Vorteile liegen natürlich auf der Hand, denn schließlich ermöglicht es eine zügige Abwicklung und ein geringeres Ansteckungsrisiko durch weniger körperlichen Kontakt. Dabei nutzen die meisten Menschen für das kontaktlose Bezahlen einen NFC-Chip. Die Radio-Frequency Identification, kurz RFID, wird hingegen oft in Karten und Ausweisen verwendet. Im Gegensatz zu NFC wird RFID als Alternative seltener für das kontaktlose Bezahlen genutzt.

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RFID- oder NFC-Chips bieten allerdings gleichermaßen ein hohes Potenzial an Missbrauch, weil die Karten, Ausweise und Pässe mit diesen kleinen Funkchips sensible Daten enthalten. Mit passenden Lesegeräten lassen sich Karten aus kurzer Distanz in Menschenmengen oder vollen Zügen auslesen. Für gewöhnlich ist ein geringer Abstand erforderlich, um an Daten zu gelangen, doch kriminelle Scanner können Details oft unbemerkt abgreifen. Die Betroffenen merken es häufig nicht, wenn ihre Daten gestohlen wurden. Schutz vor dieser Gefahr bieten RFID-Blocker als Karte, Hülle oder Geldbörse, die über leitende Schichten verfügen und die Funkwellen abschirmen. Wenn sich der Blocker zwischen Funkquelle und Karte befindet, ist der Chip für Außenstehende unsichtbar und die Gefahr des Funk-Auslesens im Alltag ist gebannt.

(Quellen: Bundeskriminalamt, Polizei/Polizeiliche Kriminalprävention der Länder, Europäische Zentralbank (EZB))