
Für Hunderte Mitarbeiter dieses Unternehmens ist die Zukunft unklar. Grund ist die geplante Schließung eines Werks in Deutschland. Eigentlich war der Standort eines der Zentren des Konzerns, weshalb viele mit dieser Entwicklung nicht gerechnet haben.
Bei einem US-Konzern stehen einschneidende Veränderungen an. So plant das Unternehmen, sein Logistikzentrum in Oberbayern zum Jahresende zu schließen. Von dieser Entscheidung sind offiziellen Angaben zufolge rund 350 Beschäftigte betroffen.
Unsicherheit groß bei den Mitarbeitern – Konzern schließt Werk in Deutschland
Das Logistikzentrum in Poing bei München war bislang ein wichtiger Bestandteil der europäischen Lieferkette des US-Elektronikhändlers Avnet. Von dort aus wurden elektronische Komponenten an Kunden verteilt. Mit der geplanten Schließung wird dieser Standort vollständig aufgegeben. Konkrete Angaben zu möglichen Alternativen für die betroffenen Mitarbeiter wurden zunächst nicht gemacht. Fest steht jedoch: Die Logistik wird künftig nach Bernburg (Deutschland) und Tongeren (Belgien) verlagert, sodass es sich nicht um einen vollständigen Rückzug, sondern um eine Umstrukturierung handelt.
Hintergrund der Entscheidung sei eine strategische Neuausrichtung der Logistikstrukturen, wie das Unternehmen angab. Das Ziel bestehe darin, Prozesse effizienter zu gestalten und Standorte stärker zu bündeln. Solche Maßnahmen sind in der Branche nicht ungewöhnlich, da Unternehmen zunehmend versuchen, Kosten zu senken und Lieferketten zu optimieren. Für die Beschäftigten vor Ort in Poing bedeutet das jedoch vor allem eines: Unsicherheit.
Wirtschaft in der Krise: 350 Mitarbeiter sind betroffen
Die Schließung stellt für die Region rund um Poing einen spürbaren Einschnitt dar. Neben den direkten Auswirkungen auf die Arbeitsplätze könnten auch indirekte wirtschaftliche Effekte für Dienstleister oder Zulieferer entstehen, die mit dem Standort verbunden sind. Entsprechend groß ist die Bedeutung der kommenden Gespräche zwischen Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertretung.
Nach aktuellem Stand soll der Betrieb bis zur endgültigen Schließung regulär weiterlaufen. Wie es danach für die rund 350 Mitarbeiter weitergeht, ist offen. In vergleichbaren Fällen werden häufig Sozialpläne oder Abfindungsregelungen ausgehandelt. Konkrete Details dazu liegen jedoch bislang nicht vor. Die Entscheidung von Avnet reiht sich in eine Serie von Veränderungen in der Industrie ein, bei denen Unternehmen ihre Strukturen an neue wirtschaftliche Bedingungen anpassen. Für die Beschäftigten in Poing rückt damit eine ungewisse Zukunft näher.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Avnet, Handelsblatt)














