Krank durch Personalmangel: Krankenkassen schlagen Alarm

Eine Krankschreibung mit einem Stift daneben
ARCHIV Foto: Patrick Pleul/zb/dpa

Der Personalmangel macht die Menschen krank. Eine neue Untersuchung zeigt, wie viele Arbeiter in Deutschland sich dauerhaft gesundheitlich gefährden.

Überall ist die Rede vom Fachkräftemangel. Und dieser ist nicht nur ein berufliches Problem, sondern auch ein gesundheitliches. Tausende Beschäftigte gefährden sich und ihre Gesundheit permanent durch Überarbeitung – bis sie durch den Personalmangel schließlich krank werden.

Dauerstress und Erschöpfung

Keine Woche vergeht, in der man nicht etwas über den Fachkräftemangel in Deutschland hört oder liest. Das Thema ist omnipräsent. In Baden-Württemberg denkt man darüber nach, dieser Problematik nun sogar mit einer früheren Schulpflicht zu begegnen. Aber geschehen muss jetzt etwas und nicht erst in zwanzig Jahren. Denn Beschäftigte deutschlandweit schuften sich regelrecht krank. Das zeigte nun eine Untersuchung der DAK.

Die DAK-Gesundheit, auch bekannt als Deutsche Angestellten Krankenkasse, ist eine gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland. Sie ist eine der größten Krankenkassen im Land und bietet umfassende Krankenversicherungsleistungen für ihre Versicherten an. Eine neue Studie der DAK zeigt, dass Beschäftigte in Branchen mit Personalmangel vermehrt gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind.

Lesen Sie auch
Kunden sauer: Gebühren bei Sparkasse gehen durch die Decke

Erschreckende Untersuchung der DAK

Laut den Daten der Krankenkasse war der Krankenstand im vergangenen Jahr in Berufen mit Fachkräftemangel deutlich erhöht. Besonders betroffen waren Mitarbeiter in den Bereichen Kinderbetreuung/Erziehung, Altenpflege und Fahrzeugführung. Lediglich in IT-Berufen war der Krankenstand trotz Personalmangels unterdurchschnittlich.

In Berlin gab es noch eine ergänzende Umfrage der Krankenversicherung. Hierbei kam heraus, dass etwa die Hälfte der Angestellten ihre Arbeit mit dem (nicht-)vorhandenen Personal nur unter massivem Stress fertigstellen könne. Termin- und Leistungsdruck sowie Überstunden seien leider an der Tagesordnung. Und wie sieht es mit der Erholung aus? Ebenfalls alles andere als gut. Wie die Untersuchung ergab, denken viele in ihrer Freizeit an die Arbeit und fühlen sich sehr oft matt und müde.

Arbeiten bis zur Krankheit

Der Personal- und insbesondere Fachkräftemangel ist damit nicht nur ein Problem der Unternehmen, die weniger leisten können. Er überfordert die Angestellten und Arbeiter dauerhaft, was Körper und Geist schädigt – bis sie dann irgendwann gar nicht mehr arbeiten können.