Krankenhäuser laufen voll: Virusalarm in deutschem Nachbarland

Ein Patient liegt im Krankenhaus in einem Krankenbett und leidet. Über eine Infusion verabreicht man ihm Flüssigkeiten, Medikamente, Elektrolytlösungen oder Nährstoffe. Er versucht gesund zu werden, nachdem er durch eine Stechmücke an einem tropischen Todesvirus erkrankt ist.
Symbolbild © imago/ITAR-TASS

Derzeit werden viele Menschen krank, denn die kalte Jahreszeit bringt viele Deutsche an ihre Grenzen. In einem deutschen Nachbarland herrscht nun Virusalarm – auch Deutschland ist betroffen. 

Ein solcher Anstieg gilt als typisch für Zeiten mit wechselnden oder sinkenden Temperaturen, in denen sich Infektionskrankheiten vermehrt ausbreiten. Wenn sich das Leben verstärkt in Innenräume verlagert, treffen mehr Menschen auf engem Raum zusammen.

Viren breiten sich aus: Diese Maßnahmen gelten

Um sich bestmöglich zu schützen, empfehlen Fachleute mehrere Vorsichtsmaßnahmen, die sich im Alltag umsetzen lassen. Dazu gehört zunächst regelmäßiges und gründliches Händewaschen, da viele Viren über Kontaktflächen übertragen werden. Ebenso wichtig ist es, Innenräume regelmäßig zu lüften, um die Viruskonzentration in der Luft zu reduzieren. Wer Krankheitssymptome verspürt, sollte Kontakte möglichst einschränken und zu Hause bleiben, um andere nicht anzustecken. Überdies kann eine Impfung gegen Influenza das Risiko eines schweren Verlaufs deutlich senken.

Virusalarm in deutschem Nachbarland

In Norditalien stehen zahlreiche Krankenhäuser unter erheblichem Druck, nachdem die Zahl schwerer Lungenentzündungen stark angestiegen ist. Aus einer zunächst üblichen Grippesaison hat sich innerhalb kurzer Zeit eine ernste Lage für das Gesundheitssystem entwickelt. Auslöser ist eine neue Variante des Influenza-Virus A(H3N2), die vermehrt zu schweren Krankheitsverläufen führt. Notaufnahmen verzeichnen einen hohen Patientenzulauf, erste Todesfälle wurden bereits gemeldet. Besonders angespannt ist die Situation in Trient: Der Leiter der pneumologischen Abteilung des Krankenhauses Santa Chiara, Giuseppe Vassallo, berichtet, dass die Kapazitätsgrenzen erreicht seien.

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Auch in Deutschland ist das Influenza-Virus bereits angekommen und hat in mehreren Regionen zu steigenden Fallzahlen geführt. Arztpraxen und Gesundheitsämter berichten von vermehrten Atemwegserkrankungen. Anders als harmlose Erkältungen kann die Grippe schwerere Verläufe annehmen und betrifft nicht nur ältere Menschen, sondern auch Kinder und berufstätige Erwachsene. Zudem führt sie regelmäßig zu erhöhten Krankenständen und Belastungen im Gesundheitssystem. Da Influenza-Viren sich rasch verändern, treten sie jedes Jahr in neuer Form auf. Deshalb fehlt vielen Menschen ein ausreichender Immunschutz, was die schnelle Ausbreitung zusätzlich begünstigt und die aktuelle Situation erklärbar macht.

(Quellen: Apotheken Umschau, Frankfurter Umschau, RKI)