Krankenkassen-Hammer – Versicherte müssen sich umstellen

Auf dem Bild ist ein Stapel verschiedener deutscher Gesundheitskarten zu sehen, die auf mehreren Euro-Banknoten liegen. Die Karten gehören zu unterschiedlichen Krankenkassen – darunter unter anderem die DAK und die Barmenia.
Symbolbild © imago/W2Art

Dieser Krankenkassen-Hammer trifft so manchen mit voller Wucht. Millionen Versicherte müssen sich nun umstellen und möglicherweise tiefer in die Tasche greifen. Dabei wissen viele ohnehin schon nicht mehr weiter.

Bei vielen dürfte diese Meldung zunächst einmal blankes Entsetzen hervorrufen. Denn bei diesem bevorstehenden Krankenkassen-Hammer müssen sich Millionen Versicherte gewaltig umstellen. Für viele Haushalte könnten sodann die finanziellen Folgen deutlich spürbar werden.

Medikamente, Therapien und Arztbesuche verursachen hohe Kosten

Menschen mit gesundheitlichen Problemen sind häufig besonders auf die Leistungen ihrer Krankenkasse angewiesen. Untersuchungen, Medikamente, Therapien und regelmäßige Arztbesuche können jedoch erhebliche Kosten verursachen. Gleichzeitig stehen die gesetzlichen Krankenkassen unter zunehmendem finanziellen Druck. Steigende Ausgaben im Gesundheitswesen und höhere Behandlungskosten führen dazu, dass Versicherte immer wieder mit Veränderungen bei Beiträgen oder Leistungen konfrontiert werden. Besonders für Menschen mit chronischen Erkrankungen oder einem hohen medizinischen Bedarf stellt dies eine zusätzliche Belastung dar. Bei diesem Krankenkassen-Hammer werden sich jedoch demnächst Millionen Versicherte umstellen müssen.

Als Gründe gelten hoher Verwaltungsaufwand und mögliche Einsparungen

Die Krankenkassen in Deutschland übernehmen eine wichtige Aufgabe im Gesundheitssystem. Sie finanzieren die medizinische Versorgung ihrer Versicherten und übernehmen unter anderem Kosten für Arztbesuche, Medikamente, Krankenhausaufenthalte und bestimmte Therapien. Grundsätzlich wird zwischen gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen unterschieden. Die gesetzliche Krankenversicherung wird hauptsächlich durch Beiträge der Versicherten und Arbeitgeber sowie durch staatliche Zuschüsse finanziert. Aufgrund steigender Gesundheitsausgaben stehen viele Krankenkassen allerdings zunehmend unter finanziellem Druck. Höhere Behandlungskosten, der medizinische Fortschritt und eine alternde Bevölkerung belasten die Finanzierung.

Lesen Sie auch
Steuerbonus schrumpft – Bürgern droht noch weniger Geld

In Deutschland könnte sich daher die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen in den kommenden Jahren deutlich verringern. Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann verfolgt das Ziel, die derzeit 93 Anbieter auf höchstens 20 zu reduzieren. Als Gründe gelten dabei ein hoher Verwaltungsaufwand und mögliche Einsparungen. Allerdings ist bislang nicht eindeutig belegt, dass weniger Krankenkassen automatisch zu niedrigeren Kosten führen. Bereits heute versichern die 20 größten Kassen rund 84 Prozent der gesetzlich Versicherten. Zudem zeigen Untersuchungen, dass sowohl große als auch kleine Krankenkassen überdurchschnittlich hohe, aber auch niedrige Verwaltungskosten haben können. Konkrete Entscheidungen stehen jedoch noch aus.

(Quellen: BMG, GKV-Spitzenverband)