Kriminelle flüchten Lautstarke Explosionen in Baden-Württemberg

Symbolbild Foto: Twitter/Screenshot

Karlsruhe-Insider (dpa/lsw) – Mit mehreren lautstarken Explosionen sind am frühen Donnerstagmorgen zwei Geldautomaten in einem Schwetzinger Einkaufszentrum gesprengt worden.

Die beiden Pavillons, in denen sich die Maschinen befanden, seien vollständig zerstört worden, teilte die Polizei mit.


Gesteinsbrocken flogen durch die Luft und lagen danach auf den angrenzenden Straßen, wie es weiter hieß. Mehrere geparkte Autos wurden beschädigt. Laut Polizei entstand ein Schaden von mindestens 200 000 Euro. «Ob Geld aus den Automaten entwendete wurde,
steht noch nicht fest», sagte ein Sprecher.

Die Ermittler gehen von mehreren Tätern aus, die nach den Detonationen mit schnellen Autos in Richtung A6 flüchteten und zunächst nicht gefasst werden konnten.

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Laut Landeskriminalamt (LKA) gehen Räuber beim Sprengen von Geldautomaten in den meisten Fällen leer aus. Zerstört werden die Automaten häufig, indem Gas eingeleitet und angezündet wird. Deshalb richten die Sprengungen teilweise größere Schäden an als der
Diebstahl des Geldes. Zwar sind die Geldhäuser gegen Sachschäden versichert. Gerät ein Institut aber häufiger ins Visier der Kriminellen, wird die Versicherung in der Regel teurer.

Banken und Sparkassen versuchen Panzerknackern schon seit längerem, mit den unterschiedlichsten Sicherheitsmaßnahmen das Leben schwer zu machen. So können die Automaten beispielsweise mit einer Technik zur Gas-Neutralisierung ausgestattet werden. Eine andere Methode: Bei einer Sprengung wird das Geld eingefärbt.