
Dass die Bürger hierzulande mehr in die Krankenversicherung einzahlen oder mit Einbußen rechnen müssen, ist bei den meisten angekommen. Doch nun droht auch eine Krise bei der Pflegeversicherung, weshalb Millionen Bürger mit hohen Kosten rechnen müssen.
Bürger zittern um ihre Gesundheit: Krankenversicherungen am Limit
Schon seit einigen Monaten diskutieren Politiker und Experten darüber, wie man die Krankenkassen entlasten kann. Denn laut deren Angaben seien die Kosten für die Patienten so in die Höhe geschossen, dass diese durch die Einnahmen über die Krankenversicherungsbeiträge nicht mehr abgedeckt werden konnten. Recht schnell kam der Vorschlag auf, dass die Versicherten einfach mehr in die Kassen einzahlen müssten, um die Kosten decken zu können.
Doch die Erhöhung der Beiträge stieß auf massiven Widerstand, vor allen Dingen, da eine massive Beitragssteigerung bevorstehen würde. Andere Alternativen sehen Experten in einer Streichung von Leistungen sowie dem Plan, auf andere Arten zu Einkommen zu kommen.
Auch bei der Pflegeversicherung: Hohe Kosten für Millionen Bürger
Doch nicht nur die Krankenversicherung steckt in einer tiefen Krise. Auch in der Pflegeversicherung sieht es nicht besser aus. Immer mehr Menschen in Deutschland werden pflegebedürftig, sodass auch die Kassen der Pflegeversicherung ins Minus geraten sind. Zwar soll sich an den Pflegestufen nichts ändern, doch die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken will die Beiträge für eine bestimmte Gruppe erhöhen.
Die Bundesgesundheitsministerin plant, die Einkommensgrenze für die Pflegeversicherung außerplanmäßig um 300 Euro anzuheben. Damit will sie erreichen, dass Besserverdiener höhere Beiträge in die Pflegeversicherung einzahlen. Wer genau von dieser Änderung betroffen sein soll, ist bislang nicht bekannt. Die Politikerin erhofft sich damit Mehreinnahmen von über einer Milliarde Euro. Ein weiterer Plan sieht vor, dass die Bedingungen, unter denen Betroffene die Pflegestufen 1 bis 3 bekommen, deutlich verschärft werden sollen.
(Quellen: Bundesgesundheitsministerium, Krankenkassen, Pflegeexperten, dpa)














