Krise bei Pflegeversicherung: Millionen Bürgern drohen hohe Kosten

Die derzeitige Bundesgesundheitsministerin Nina Warken steht vor einem Pult mit einem Mikrofon. Vor ihr stehen ein Glas mit Wasser und eine Wasserflasche. Im Hintergrund befindet sich eine blaue Wand mit Worten in weiß wie Gesundheit.
Symbolbild © imago/Mike Schmidt

Als ob das Leben nicht bislang schon teuer genug ist, kommt nun der nächste Schock: Die Pflegeversicherung befindet sich in einer Krise, weshalb nun Millionen Bürgern hohe Kosten drohen.

Dass die Bürger hierzulande mehr in die Krankenversicherung einzahlen oder mit Einbußen rechnen müssen, ist bei den meisten angekommen. Doch nun droht auch eine Krise bei der Pflegeversicherung, weshalb Millionen Bürger mit hohen Kosten rechnen müssen.

Bürger zittern um ihre Gesundheit: Krankenversicherungen am Limit

Schon seit einigen Monaten diskutieren Politiker und Experten darüber, wie man die Krankenkassen entlasten kann. Denn laut deren Angaben seien die Kosten für die Patienten so in die Höhe geschossen, dass diese durch die Einnahmen über die Krankenversicherungsbeiträge nicht mehr abgedeckt werden konnten. Recht schnell kam der Vorschlag auf, dass die Versicherten einfach mehr in die Kassen einzahlen müssten, um die Kosten decken zu können.

Doch die Erhöhung der Beiträge stieß auf massiven Widerstand, vor allen Dingen, da eine massive Beitragssteigerung bevorstehen würde. Andere Alternativen sehen Experten in einer Streichung von Leistungen sowie dem Plan, auf andere Arten zu Einkommen zu kommen.

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Auch bei der Pflegeversicherung: Hohe Kosten für Millionen Bürger

Doch nicht nur die Krankenversicherung steckt in einer tiefen Krise. Auch in der Pflegeversicherung sieht es nicht besser aus. Immer mehr Menschen in Deutschland werden pflegebedürftig, sodass auch die Kassen der Pflegeversicherung ins Minus geraten sind. Zwar soll sich an den Pflegestufen nichts ändern, doch die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken will die Beiträge für eine bestimmte Gruppe erhöhen.

Die Bundesgesundheitsministerin plant, die Einkommensgrenze für die Pflegeversicherung außerplanmäßig um 300 Euro anzuheben. Damit will sie erreichen, dass Besserverdiener höhere Beiträge in die Pflegeversicherung einzahlen. Wer genau von dieser Änderung betroffen sein soll, ist bislang nicht bekannt. Die Politikerin erhofft sich damit Mehreinnahmen von über einer Milliarde Euro. Ein weiterer Plan sieht vor, dass die Bedingungen, unter denen Betroffene die Pflegestufen 1 bis 3 bekommen, deutlich verschärft werden sollen.

(Quellen: Bundesgesundheitsministerium, Krankenkassen, Pflegeexperten, dpa)