
Kunden schätzen die exklusiven Luxusartikel und die große, noble Auswahl. Nun ist diese weltberühmte Warenhauskette jedoch insolvent. Der Konzern kämpft mit hohen Schulden und einer ungewissen Zukunft. So geht es weiter.
Berühmte Namen und glanzvolle Schaufenster zieren die Geschäfte. Hinter der Fassade muss der Warenhauskonzern jetzt allerdings kräftig zittern.
Verschuldet: Weltberühmte Warenhauskette ist insolvent
Die Prognosen der Branchenexperten waren verhalten bis skeptisch. Trotz wirtschaftlicher Flaute ist der Umsatz im Einzelhandel 2025 jedoch überraschend gestiegen. Doch eine Sache dämpft die Stimmung: Einen wesentlichen Anteil des Umsatzplus verdankt der Einzelhandel einem Sondereffekt durch den Onlinehandel, allen voran durch eine Umstrukturierung beim Handelsgiganten Amazon.
Von einem „Umsatzwunder“ kann demnach nicht die Rede sein – und auch 2026 dürften vor allem stationäre Händler wohl weiterhin mit großen Problemen und der gedämpften Kauflust der Kunden kämpfen. Die Zahl der Insolvenzen könnte einen neuen Rekord erreichen. Jetzt ist auch dieser hochverschuldete Konzern zahlungsunfähig geworden. Hintergrund der finanziellen Probleme sind sowohl Veränderungen im Luxushandel als auch die zunehmende Konkurrenz durch den Onlinehandel.
Was die Schieflage für Kunden bedeutet
Designerkleidung, Handtaschen, Uhren – zum betroffenen Händler Saks Global zählen bekannte Kaufhäuser mit einer breiten Auswahl an luxuriösen Artikeln. Nun hat er Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US-amerikanischen Insolvenzrechts beantragt. Für Kunden gibt es gute Nachrichten: Derzeit ist das Einkaufen sowohl in den Filialen des Luxushändlers als auch in den Webshops noch möglich. Im Hintergrund arbeiten die Verantwortlichen am Rettungsplan. Unter anderem gehören die Nobelkette Neiman Marcus und auch Bergdorf Goodman zu Saks Global. Gleiches gilt für Saks Fifth Avenue und Saks Off 5th. Der Konzern-Dachverband Saks Global ist im Jahr 2024 entstanden.
Eine zugesagte Finanzierung soll im Rahmen des geplanten Restrukturierungsverfahrens Abhilfe schaffen. Sie beläuft sich auf umgerechnet 1,5 Milliarden Euro. In der Chefetage übernimmt Geoffroy van Raemdonck die Position von Richard Baker. Das US-Insolvenzverfahren nach Chapter 11 kann mit dem hierzulande praktizierten Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung verglichen werden: Im Fokus stehen die Sanierung und Rettung eines Unternehmens, nicht die endgültige Schließung. Ob Saks Global der Neustart glückt, muss sich erst noch erweisen.
(Quellen: dpa, Geoffroy van Raemdonck)














