
Auch an diesem deutschen Familienunternehmen geht die derzeitige Krise nicht vorbei, sodass es erstmals Stellen abbaut. Dabei schien das vor einigen Monaten noch keine Option zu sein.
Immer mehr Betriebe bekommen die Auswirkungen der Wirtschaftskrise deutlich zu spüren. Dies geht nun auch einem deutschen Familienunternehmen so, das erstmals in seiner Geschichte Stellen abbauen will. Die Unternehmensführung hat lange darum gekämpft, dies nicht tun zu müssen.
Von einem kleinen Betrieb zum weltweiten Unternehmen: Rasantes Wachstum und zufriedene Mitarbeiter
Vor 78 Jahren startete das Familienunternehmen in Esslingen in Baden-Württemberg als einfache Glasbläserei. Schon bald entwickelte es sich zu einem wichtigen Produzenten von Medizintechnik, die Glasapparate benötigte, zu einem führenden Spezialisten für Automatisierungstechnik. Und die Erfolgswelle wollte einfach nicht abbrechen. Noch während der Corona-Pandemie konnte das Familienunternehmen Umsatzrekorde in den Jahren 2021 bis 2023 vorweisen.
Sowohl von den Mitarbeitern als auch den Kunden hörte man nie etwas Schlechtes. Zudem blieb es stets zu 100 Prozent in Familienhand. Auch heute noch führen Familienmitglieder den Betrieb. Und eines kam für das inzwischen international agierende Unternehmen nie in Frage: die eigenen Mitarbeiter entlassen.
Familienunternehmen baut erstmals Stellen ab: Krise zwingt zu grundlegender Änderung
Mit dem Jahr 2024 ging es mit der Pilz GmbH & Co. KG jedoch bergab. Die Umsätze brachen massiv ein. Um einen Stellenabbau zu umgehen, hatte man die Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Doch auch im Jahr 2025 gab es keine Verbesserung. Das Unternehmen sah sich mit den Herausforderungen konfrontiert, die viele Unternehmen schon ins Aus gestürzt hatten. Weltweit würden die Absatzmärkte schwächeln. Auch die Nachfrage habe nachgelassen. Zudem kämpfe gerade der Maschinenbau mit Unsicherheiten.
Deshalb wolle die Pilz GmbH & Co. KG nun 137 Stellen abbauen, allerdings sozialverträglich. Man wolle trotzdem auf Kündigungen verzichten. Von dem Stellenabbau betroffen sind zunächst Standorte und Bereiche in Deutschland. Wen genau es an welchem Standort treffen soll, ist allerdings nicht bekannt. Derzeit beschäftigt das Familienunternehmen allein in Deutschland 1.079 Mitarbeiter. Weltweit sind es 2.500.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Stuttgarter Nachrichten, Pilz GmbH & Co. KG)














