
Erneut muss sich ein Familienunternehmen geschlagen geben. Gebeutelt von der anhaltenden Krise in der Autoindustrie, rutschte die Firma vor einiger Zeit in die Insolvenz. Nun wird sie komplett verkauft.
Dass die Wirtschaft seit geraumer Zeit in einer Krise steckt, lässt sich nicht leugnen. Das bekommt auch die Automobilindustrie zu spüren, ebenso wie alle Hersteller und Zulieferer, die mit den Großkonzernen zusammenarbeiten.
Krise: Familienunternehmen musste Insolvenz anmelden
In der Industrie findet gerade ein Umbruch statt – vor allem auf finanzieller Ebene. Besonders die Automobilbranche hat mächtig damit zu kämpfen. Daher häufen sich die Meldungen über Stellenabbau und Insolvenzverfahren. Während kleinere Handwerksunternehmen meist gleich dichtmachen können, haben größere Firmen oft noch eine Chance, indem sie Sparmaßnahmen ergreifen. Eben das tat auch die Firma Mastel Aluminium-Halbzeuge GmbH aus Talheim am Neckar in Baden-Württemberg. Am 5. Mai 2025 stellte das Familienunternehmen beim Amtsgericht Heilbronn einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens.
Mastel ist seit mehr als 40 Jahren auf die Verarbeitung von Aluminium spezialisiert. Neben der Automobilindustrie gehören auch die Maschinenbau-, Luftfahrt- und Automatisierungsindustrie zum Kundenkreis von Mastel. Ungewöhnliche Preisschwankungen und hohe Ausgaben sorgten für Rückstände und haben das Unternehmen letztlich in die Insolvenz getrieben. Als Grund für die aktuellen Probleme führen viele Betroffene immer wieder die Zollpolitik der USA an.
Familienunternehmen wird nun komplett verkauft
Das Amtsgericht eröffnete das Insolvenzverfahren am 1. August 2025. Bereits vor Monaten führte Insolvenzverwalter Dr. Sebastian Mielke erste Gespräche mit Lieferanten und Kunden, die wohl positiv verliefen. Der Geschäftsbetrieb lief seither ohne Einschränkungen weiter, und die Gehälter der 44 Angestellten waren bis einschließlich Juli gesichert. Am 6. August folgte die Abwicklung aller Vermögensgegenstände, um etwaige Rückstände zu begleichen. Parallel zur Sanierung lief die Suche nach Investoren – mit Erfolg.
Das Familienunternehmen wurde verkauft, wird jedoch unter der Firmierung Mastel Metall GmbH weitergeführt. Die GLEICH 1 Verwaltungs GmbH und die Firma W. Hartmann & Co. GmbH übernehmen fortan zu gleichen Teilen und wollen auch einen Großteil der Mitarbeiter behalten. Wie viele dies derzeit sind, ist nicht bekannt. Jedoch stimmte eine Versammlung der Gläubiger beim Heilbronner Amtsgericht dem Verkauf am 8. September einstimmig zu. Damit endet zwar die Familientradition, aber das Unternehmen konnte zumindest gerettet werden.














