
Die Pleitewelle geht weiter und zeigt, dass sie auch vor den ganz Großen nicht Halt macht. Eine weltberühmte Schokoladen-Traditionsmarke ist insolvent. Auch sie konnte den massiven Behinderungen durch den Markt nicht mehr standhalten.
Eine weltberühmte Schokoladen-Traditionsmarke kam um diesen schweren Schritt nun ebenfalls nicht mehr herum, denn sie ist insolvent. Damit hat die Krise einen großen Hersteller mehr erwischt und in die Knie gezwungen.
Hat wohl kaum jemand gerechnet: „So hohe Produktionszahlen“
Auch vor den ganz Großen der Branche macht die Wirtschaftskrise nicht halt und zeigt wieder einmal mehr, dass sie auch keine geologischen Grenzen kennt. Damit gerechnet hat bei dieser weltberühmten Schokoladen-Marke wohl kaum jemand. Mit 300 Tonnen Schokolade, die das Unternehmen pro Jahr produziert, kann man sich nur schwer vorstellen, dass die Insolvenz bereits vor einiger Zeit an die Tür geklopft hat.
Diese Entwicklung ist besonders bitter, als dass die Traditionsmarke außergewöhnliche Fakten in ihre Geschichte aufnehmen konnte. So verzeichnete die Marke zwei königliche Hoflieferantenwürden. Doch auch andere geschichtsträchtige Momente konnten die Traditionsmarke nicht vor der Insolvenz retten.
Weltberühmte Schokoladen-Traditionsmarke ist insolvent: So soll es jetzt weitergehen
Sowohl die hohe Schokoladenproduktion als auch die weltberühmten Namen haben die Insolvenz nicht aufhalten können. Die weltberühmte Schokoladen-Traditionsmarke Marasu’s Petit Fours ist zahlungsunfähig und mit ihr auch die von ihr im Jahr 2006 aufgekaufte Marke Prestat. Der Hersteller belieferte große britische Kaufhäuser wie Harrods, Selfridges und Fortnum & Mason. Seit Februar haben bereits Experten die Restrukturierung des Unternehmens übernommen. In demselben Monat schloss das Geschäft an der Londoner Piccadilly. Online können die Kunden jedoch weiterhin Prestat-Schokolade kaufen.
Aber wieso muss ein solch traditionsreiches Unternehmen bei einer solch gewaltigen Produktionszahl Insolvenz anmelden? Die Betreiber gaben an, dass die Hauptgründe in der extremen Verteuerung der Kakao-Preise lägen. Hinzu kämen hohe Ernteausfälle in Ghana und der Elfenbeinküste, die ca. 60 Prozent der weltweiten Kakaoproduktion ausmachten. Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es jedoch: Vor der Insolvenz kann es zu einem Übernahmevertrag kommen. Der Schokoladenhersteller L’Artisan du Chocolat, der zur Beteiligungsgesellschaft Polus Capital Management gehört, will die Traditionsmarke übernehmen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Manchester Evening News)














