Krise: Wirtschaft kämpft weiter mit Insolvenzen in Deutschland

An einem Schaufenster eines Geschäfts einer deutschen Stadt ist deutlich „Wir schließen“ zu lesen. Es zeigt dass der Laden wohl pleite oder insolvent ist und deshalb schließen und seine Verkaufsfläche aufgeben muss.
Symbolbild © istockphoto/Heiko119

Die wirtschaftlichen Herausforderungen hierzulande wachsen stetig. Die Wirtschaft kämpft weiter mit Insolvenzen in Deutschland, weshalb viele Unternehmen trotz staatlicher Hilfen in den vergangenen Jahren aufgeben mussten.

Diese Krise hallt noch sehr lange nach. Die Wirtschaft kämpft weiter mit Insolvenzen in Deutschland und ein Ende ist noch längst nicht in Sicht. Viele Menschen sind deshalb auch in großer Sorge um die Zukunft.

Auch 2025 steigende Werte

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen deutlich gestiegen. Nachdem die Insolvenzen während der Corona-Pandemie zeitweise sogar zurückgegangen waren, nahm die Zahl der Firmenpleiten ab 2022 wieder stark zu. Laut dem Statistischen Bundesamt stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen von mehr als 14.000 im Jahr 2022 auf etwa 17.800 im Jahr 2023 und anschließend auf mehr als 21.800 im Jahr 2024. Auch im Jahr 2025 wurden mit mehr als 24.000 Insolvenzen erneut steigende Werte gemeldet. In diesem Jahr ist die Krise ebenfalls bislang nicht vorbei, sondern die Wirtschaft kämpft weiter mit Insolvenzen in Deutschland.

Trotz leichtem Rückgang ist Entwarnung verfrüht

Ein wichtiger Grund für diese Entwicklung sind die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Während der Krise wurden viele Unternehmer durch staatliche Hilfen und Kurzarbeitergeld unterstützt. Dadurch konnten zahlreiche Betriebe zunächst weiter bestehen. Nach dem Auslaufen dieser Hilfen kam es zu Nachholeffekten, bei denen viele Unternehmen ihre wirtschaftlichen Probleme wohl nicht mehr ausgleichen konnten. Hinzu kommen stark angestiegene Energiepreise und höhere Kosten für Rohstoffe und Materialien, insbesondere infolge der Kriege und der allgemeinen Inflation. Viele Unternehmen müssen deutlich mehr Geld für Strom, Gas, Transporte und Produktion ausgeben. Besonders betroffen sind dabei energieintensive Branchen wie die Industrie, das Baugewerbe sowie das Gastgewerbe.

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Gleichzeitig sinkt in vielen Bereichen die Nachfrage der Verbraucher, da auch private Haushalte unter steigenden Lebenshaltungskosten leiden. Viele Unternehmer hatten sich außerdem in Zeiten niedriger Zinsen verschuldet und haben nun aufgrund starken Zinsanstiegs deutlich höhere Kreditkosten zu tragen. Dennoch meldet das Statistische Bundesamt für den Monat Februar einen leichten Rückgang der Unternehmensinsolvenzen um 0,7 % im Vergleich zum Februar 2025. Das Gastgewerbe wie auch der Wirtschaftsbereich Verkehr und Lagerei waren besonders betroffen. Trotz dieses leichten Rückgangs ist es wohl für eine Entwarnung zu früh. Denn schließlich ist die Krise weiterhin nicht vorbei und so kämpft die Wirtschaft wohl weiter mit Insolvenzen in Deutschland.

(Quellen: Statistisches Bundesamt, IWH, dpa, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)