
Auch für das Jahr 2026 erwarten Experten keine guten Nachrichten für die deutsche Wirtschaft. Sie soll genauso in der Krise stecken wie die vergangenen Jahre zuvor auch.
Bereits in den vergangenen Jahren war es nicht gut um die deutsche Wirtschaft bestellt. Und auch für 2026 sehen die Experten keine Entspannung für Deutschland. Sie fordern von der Politik einige grundlegende Änderungen, damit der Aufschwung endlich durchstarten kann.
Viel geplant, nichts geändert: Deutschland steht ein weiteres Krisenjahr bevor
Im Wahlkampf hatte Bundeskanzler Friedrich Merz große Reden geschwungen. Er wolle die Probleme Deutschlands schnell und effektiv angehen. Man müsse nur an den richtigen Schrauben drehen, dann würde es endlich mit der deutschen Wirtschaft bergauf gehen. Die Pläne erwiesen sich jedoch als sehr einseitig: Während er die Unternehmen weiter fördern will, sollen die Bürger härter und länger arbeiten. Man dürfe sich nicht wundern, wenn es den Arbeitnehmern nur um ihre eigene Work-Life-Balance gehen würde. Auch ein oder zwei Feiertage sollen gestrichen werden. Zuletzt hatte eine weitere Unternehmerin gefordert, dass ein bestimmter Feiertag abgeschafft werden soll.
Doch wirklich geändert hat sich bislang nichts. Die Experten geben einen ernüchternden Blick auf das Jahr 2026. Dies geht nicht nur mit steigenden Kosten für die Bevölkerung einher, sondern auch mit einer weiterhin mauen Wirtschaftslage. Hatten die Wirtschaftsweisen im Frühling dieses Jahres noch mit einem höheren Wirtschaftswachstum für das kommende Jahr gerechnet, haben sie ihre Einschätzung inzwischen nach unten korrigiert.
Deutsche Wirtschaft auch 2026 eher flau: Experten richten Appell an die Bundesregierung
Rechneten die Wirtschaftsweisen vor einigen Monaten noch mit einem Wirtschaftswachstum von einem Prozent, haben sie diese Erwartung nun auf 0,9 Prozent runter korrigiert. Die Bundesregierung schließt sich dieser Meinung nicht an. Sie rechnet weiterhin mit einem Anstieg von 1,3 Prozent. Die Wirtschaftsweisen machen in ihrem Bericht für das neue Jahr jedoch deutlich, dass Deutschland noch viele Probleme zu bewältigen habe. Die Bundesregierung müsse entscheidende Veränderungen vornehmen, damit es überhaupt zu einem nennenswerten Wachstum kommen könne.
So müsse man dem Bericht zufolge endlich die Bürokratie abbauen, etwas gegen die hohen Energiekosten und die steigenden Sozialabgaben tun. Zudem müssten die Planungs- und Genehmigungsverfahren, die es in Deutschland gibt, endlich vereinfacht werden. Zwar hat Bundeskanzler Merz einen „Herbst der Reformen“ angekündigt, aber die Parteien untereinander können sich einfach nicht in wichtigen Punkten einig werden. Zudem bemängeln die Experten, dass die Regierung hohe Beträge umschichtet und nicht für Ausgaben und Investitionen nutzt. Die Erbschafts- und Vermögenssteuer müsse ebenfalls eine tiefgreifende Reform erfahren. Ansonsten sehen die Experten keine Zukunft ohne eine wirtschaftliche Vollkatastrophe.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa)














