Kündigungswelle rollt weiter: Immer mehr Deutsche verlieren Job

Ein großes Unternehmen kündigt seinen Arbeitnehmern. Der Angestellte hält einen Brief mit der Kündigung der Firma in der Hand. Auf dem Papier steht groß Kündigung.
Symbolbild © istockphoto/axelbueckert

Immer mehr Deutsche verlieren ihren Job. Dies zeigt nun ein Report, der vor Kurzem veröffentlicht wurde. Die Zahlen geben ebenso darüber Aufschluss, wer besonders betroffen ist und welche Unternehmen häufig Kündigungen aussprechen.

Mit der Pleitewelle rollt zeitgleich die Kündigungswelle über Deutschland hinweg. Denn immer mehr Deutsche verlieren ihren Job. Die Zahlen erreichen einen neuen Rekord. Und der Bericht fördert noch mehr Erschreckendes zutage.

Pleitewelle rollt über Deutschland hinweg – und fällt zahlreiche Jobs

Bereits jetzt haben die Unternehmensinsolvenzen ein weiteres hohes Rekordniveau erreicht. Über 2.000 waren es allein im Februar. Über 24.000 Unternehmen meldeten im Jahr 2025 Insolvenz an. Eine solche Pleite geht immer mit Stellenabbau einher oder mit einem kompletten Verlust aller Arbeitsplätze, wenn sich der Betrieb nicht aus der Zahlungsunfähigkeit befreien konnte.

Rund 285.000 Menschen waren im letzten Jahr von der Insolvenz ihres Arbeitgebers betroffen. Ein Blick auf die Arbeitslosenzahlen zeigt, dass auch diese besorgniserregend ansteigen. Derzeit gibt es rund drei Millionen Arbeitslose in Deutschland. Laut Experten steigen die Zahlen im Verlauf dieses Jahres noch an.

Immer mehr Deutsche verlieren ihren Job: „Ergebnisse zutiefst besorgniserregend“

Im Auftrag des Softwareunternehmens HR Works führte das Marktforschungsunternehmen Bilendi nun eine umfangreiche Studie durch. Rund 6.000 Menschen hatte das Forschungsinstitut befragt, unter anderem, wie sie ihre Kündigung erhalten haben, in welchem Unternehmen sie arbeiteten, wie der Arbeitgeber mit ihnen umging, von wem die Trennung ausging usw. Dabei kamen sehr besorgniserregende Ergebnisse zum Vorschein. So gaben 30 Prozent der Befragten an, in den letzten fünf Jahren eine Kündigung erlebt zu haben. Bei 14 Prozent kündigte der Arbeitgeber. 16 Prozent kündigten selbst.

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Mit 30 Prozent liegt für das Jahr 2025 ein Rekordwert vor, denn zuvor bewegten sich die Kündigungszahlen im unteren 20er-Bereich. Lediglich im Jahr 2022 gab es nur zehn Prozent Kündigungen. Mit 43 Prozent gab die Mehrheit an, betriebsbedingt gekündigt worden zu sein. 16 Prozent erhielten als Grund den Stellenabbau. Bei jedem siebten Entlassenen gab der Arbeitgeber keinen Grund an. Zudem fühlte sich die Mehrheit der Befragten nicht wertgeschätzt. Die Kündigungsgespräche, sofern sie denn persönlich stattfanden, dauerten unter zehn Minuten. Die meisten Kündigungen erfolgten unpersönlich. Experten ordnen die in dem Bericht beschriebenen Trends als besorgniserregend ein.

(Quellen: Bilendi, HR Works, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)