
Nach 90 Jahren ist eine weitere Kult-Firma insolvent. 400 Mitarbeiter bangen nun um ihre Jobs. Und nicht nur sie, auch die Menschen in der Region fiebern mit, denn es geht auch um eine prestigeträchtige Firma.
Dieses traurige Beispiel zeigt wieder einmal, dass es auch traditionelle Unternehmen treffen kann. Nach 90 Jahren erfolgreichen Bestehens auf dem Markt ist eine Kult-Firma nun insolvent. Hunderte Angestellte fürchten nun um ihre Zukunft.
Traurige Prognose für Unternehmen: „Die meisten schaffen es nicht“
Im Jahr 2025 erreichte die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen ein Jahreshoch. Gerade zum Ende des Jahres stieg sie an und lässt nur wenig Hoffnung für ein erfolgreiches Sanierungsverfahren. Trotzdem versuchen die Inhaber natürlich, ihre Firma aufrechtzuerhalten und erfolgreich durch die Insolvenz zu führen. In den meisten Fällen sehen diese Pläne eine Umstrukturierung, Kostenabbau und die Schließung von Standorten vor. Zuallererst sollen so Kosten eingespart werden. Meistens gelingt eine erfolgreiche Fortführung jedoch nur, wenn sich ein neuer Käufer findet. Und darauf hoffen die Angestellten auch.
Nach 90 Jahren: Kult-Firma bangt um Existenz
Nun ist dieser schlimme Tag auch für eine Kult-Firma aus Bayern gekommen, die seit 90 Jahren existiert und für Qualität steht. Gleich mehrere Gesellschaften des Schuhgeschäfts Sutor hatten Insolvenz angemeldet. Allerdings mit zwei Besonderheiten: Zum einen lautet der Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung. Dies bedeutet, dass dem Management zwar ein Insolvenzberater zur Seite steht, es jedoch weiterhin im Amt bleibt und auch die Geschäfte führt. Die zweite Besonderheit: Nach der Übernahme der Sutor GmbH und der Gesellschaften durch einen neuen Eigentümer wurde direkt der Insolvenzantrag gestellt. Damit findet die Sanierung mit neuem Käufer unter Insolvenzschutz statt.
Die Firma sowie sämtliche Gesellschaften sind vor allen Dingen in Bayern bekannt. 400 Angestellte bangen jetzt um ihren Job. Die Kult-Firma will sich nun anders aufstellen und neu ausrichten. Unter diesen Voraussetzungen erscheint eine zukunftssichere Ausrichtung des Unternehmens eher schwierig, so Experten. Die Konkurrenz aus den Online-Shops ist einfach zu groß. Die Verbraucher kaufen immer mehr online und nicht mehr vor Ort, wo sie sich auch beraten lassen könnten. Die Menschen drücken der Kult-Firma die Daumen, denn mit dieser würde auch ein Stück Bayerns verloren gehen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Schuhkurier, Bild, Retail News)














