Kult-Hotelkette ist insolvent und setzt die Gäste vor die Tür

Mehrere Gepäckwagen voller Koffer stehen geordnet an der Hotelrezeption. Freundliches Personal sorgt für effizienten Service, einen reibungslosen Ablauf und eine komfortable Betreuung der Gäste bei Ankunft und Abreise.
Symbolbild © imago/Bihlmayerfotografie

Es ist unglaublich, aber tatsächlich wahr: Diese Kult-Hotelkette ist nun insolvent. Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, setzt sie ihre Gäste einfach vor die Tür. 

Ein wahrer Sturm der Empörung machte sich breit, als eine insolvente Kult-Hotelkette einfach die eigenen Gäste vor die Tür setzte. Die Betroffenen waren fassungslos und wussten nicht, wie ihnen geschah.

„Einfach nur unglaublich“: Gäste stehen vor dem Nichts

Dass eine Insolvenz auch die Kunden bzw. Gäste hart treffen kann, ist ein bekanntes Risiko. So geschah es beispielsweise zuletzt bei diesem Reiseveranstalter, der pleiteging. Diejenigen, die voller Vorfreude ihre Reise antreten wollten und bereits die ersten Vorbereitungen getroffen hatten, standen auf einmal vor dem Nichts. Sie konnten nur hoffen, dass sie zumindest das Geld zurückbekommen. Die erhoffte Reise konnten sie unter keinen Umständen antreten.

Und auch in diesem Fall waren die Gäste wieder die Leidtragenden. Sie wussten nicht, wie ihnen geschah, als sie einfach von der Hotelkette vor die Tür gesetzt wurden. Und das, obwohl sie ihren Aufenthalt schon im Vorfeld bezahlt hatten!

Kult-Hotelkette ist insolvent: „Haben uns sehr schlecht behandelt“

Nicht einmal 24 Stunden Zeit hatten die Gäste, um ihr Zimmer zu räumen und damit ihren Aufenthalt zu beenden. Viele der Betroffenen mussten sich in der kurzen Zeit, die ihnen verblieb, selbst um eine alternative Unterkunft kümmern. Einige Gäste kämpften mit erschwerten persönlichen Umständen und mussten einen finanziellen Verlust in Kauf nehmen, um ein neues Zimmer zu finden. So zum Beispiel ein Vater, der 17 Tage Aufenthalt für sich, seine 17-jährige Tochter und das frühgeborene Enkelkind gebucht hatte.

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Doch wie konnte es so weit kommen? Zwischen der Kult-Hotelkette Sonder und dem internationalen Hotelunternehmen Marriott gab es einen Vertrag, in dem festgehalten wurde, dass Zimmer von Sonder über die Bonvoy-Seite von Marriott gebucht werden konnten. Da es jedoch technische Probleme gab, kamen diese Buchungen nicht zustande und der geschlossene Vertrag platzte. Daraufhin musste Sonder Insolvenz anmelden. Marriott hat die betroffenen Gäste anschließend dazu aufgefordert, die Zimmer so schnell wie möglich zu räumen. Zwar wolle man sich laut dem Unternehmen um die Gäste kümmern. Doch gerade wer über Drittanbieter gebucht hat, hat es nicht so einfach, sondern muss sich direkt an den Anbieter wenden. Eine Katastrophe für die Betroffenen, die sich sehr schlecht behandelt fühlten.

(Quellen: Insolvenzregister, dpa)