
Es werden immer mehr: Immer mehr Menschen sind von der gefährlichen Erkrankung betroffen. Nach einem Notfallausschuss warnt die WHO jetzt sogar vor einem weiteren Ausbruch.
Lange fühlten sich die Menschen sicher vor Seuchen. Doch jetzt warnt die WHO offiziell davor, dass es zu einem großen Ausbruch kommen könnte. Es gibt immerhin unglaubliche 600 Verdachtsfälle.
50 Prozent der Bevölkerung sind daran gestorben
Zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland und den anderen Industrieländern sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Die Zeit der Seuchen ist lange vorbei, und nur die Corona-Pandemie ließ vermuten, wie es früher zuging. Denn vom 14. bis 19. Jahrhundert starben tausende Menschen jedes Jahr nicht an Herzversagen, sondern an Cholera, Pest und Co. Viele Säuglinge wurden nicht einmal ein Jahr alt, weil sie sich früh infizierten. Alleine in den Jahren 1347 bis 1552 ging die Hälfte der europäischen Bevölkerung an der schwarzen Pest zu Grunde.
Mittlerweile gibt es zahlreiche Impfstoffe, und Prävention wird großgeschrieben. Doch jetzt warnt die WHO vor einem üblen Ausbruch. Dabei geht es um die Krankheit Ebola, welche durch Viren der Gattung Orthoebolavirus hervorgerufen wird. Betroffene bemerken die Infektionskrankheit zunächst durch Fieber, Müdigkeit und Gliederschmerzen. Was grippeähnlich scheint, ist jedoch lebensbedrohlich. Nur knapp jeder zweite Erwachsene überlebt die Infektion.
Er hat den Gesundheitsnotstand ausgerufen
In den vergangenen Wochen wurden nach langer Zeit wieder auffallend viele Fälle der gefährlichen Erkrankung in den Stadtgebieten der Demokratischen Republik Kongo und Uganda gemeldet. Die Übertragung ist rasend schnell, und vor allem in dichtbesiedelten Gebieten kann das zu einer Katastrophe ausarten. Aufgrund dessen, dass es mittlerweile bereits 600 Verdachtsfälle gibt, warnt die WHO vor einem großen Ausbruch. Am vergangenen Sonntag haben die Verantwortlichen bereits internationalen Gesundheitsalarm ausgerufen.
Der Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus hat zudem seine Besorgnis über die Lage öffentlich gemacht. Bislang ist leider unklar, wie es zu den aktuellen Fällen gekommen ist. Klar ist nur, dass der erste Betroffene ein Krankenpfleger der Hauptstadt Bunia in Ituris war. Wie er sich infizierte, weiß niemand. Durch den ausgerufenen Notstand stellt die WHO jetzt etwa 430.000 Euro bereit, um Schlimmeres zu verhindern. Ein Pandemie-Notfall ist es bislang jedoch noch nicht.
(Quellen: DER SPIEGEL, WHO, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














