
Jetzt droht Lebensgefahr: Das Borna-Virus ist erneut in Deutschland aufgetaucht und die Unsicherheit über Verbreitung und Risiken wächst stetig. Einige Maßnahmen können bei Beachtung jedoch Schutz bieten.
Das darf doch nicht wahr sein! Das Borna-Virus ist erneut in Deutschland aufgetaucht. In einigen Regionen gilt nun besondere Vorsicht.
Gefahr: Vielzahl an Viruserkrankungen
In Deutschland kommt eine Vielzahl an Viruserkrankungen vor, die das Gesundheitswesen regelmäßig beschäftigen. Zu den häufigeren zählen Grippeviren, die jährlich saisonal auftreten und zu Fieber, Husten, Muskelschmerzen und Abgeschlagenheit führen. Rhinoviren sind Hautverursacher von gewöhnlichen Erkältungen und treten sogar ganzjährig auf. Adenoviren verursachen Erkältungssymptome, Halsschmerzen und gelegentlich Fieber und betreffen Menschen jeden Alters. Noroviren sind verantwortlich für akut auftretende Magen-Darm-Erkrankungen mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfall und verbreiten sich vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen schnell. Ein weiteres Virus ist das Borna-Virus: Es taucht nun erneut in Deutschland auf und verursacht sogar Lebensgefahr.
Vorsicht bei Gartenarbeit oder Reinigen des Schuppens
Die meisten viralen Erkrankungen werden durch Tröpfchen in der Luft, durch Körperkontakt oder über kontaminierte Oberflächen übertragen, weshalb gerade Hygienemaßnahmen, Husten in die Armbeuge und regelmäßiges Händewaschen wichtige Präventionsmaßnahmen sind. Bei einigen Viruserkrankungen droht sogar Lebensgefahr, sodass eine medizinische Abklärung, Behandlung und gegebenenfalls Notfallmaßnahmen wichtig sind. In Deutschland sind Infektionen mit dem Borna-Virus zwar selten, dennoch treten jährlich etwa bis zu zehn Fälle auf. Überträger des Borna-Disease-Virus-1 ist laut Angabe von Experten die Feldspitzmaus. Dieses Tier scheidet das Virus über Kot, Urin, Speichel und die Haut aus, erkrankt daran selbst aber nicht.
Menschen stecken sich vermutlich durch Kontakt mit den Ausscheidungen der Mäuse an. Infektionen mit diesem Virus führen oft zu schweren Erkrankungen und können lebensbedrohlich verlaufen. Nach der Ansteckung kommt es zu einer schweren Entzündung des Gehirns, an dessen Folgen kürzlich in Bayern ein Mensch verstarb. Betroffene Regionen sind neben Bayern vor allem Thüringen, Brandenburg, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt. Das Infektionsrisiko ist jedoch auf dem Land wesentlich höher als in der Stadt und bleibt insgesamt aufgrund der geringen Fallzahlen dennoch niedrig. Gerade in Risikogebieten ist es dennoch empfehlenswert, bei Gartenarbeiten oder beim Reinigen von Schuppen vorsichtig zu sein. Bei derartigen Arbeiten ist das Tragen von Handschuhen, einer Feinstaubmaske und einer Schutzbrille ratsam.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Robert Koch-Institut, Friedrich-Loeffler-Institut)














