Lidl verkauft Orient-Produkte mit Schweinefett – Ausgerechnet im Ramadan

Mit einem „Zauber des Orients“ preist Lidl seine orientalischen Wochen auf Facebook an: Für den Kunden winken Klassiker wie Pide, Falafel oder Tajine. Ein Produkt erregt derzeit die Gemüter im Netz. Allerdings nicht positiv. Wenn Religion auf Fertigprodukt trifft.

Der Discounter hatte es doch nur gut gemeint und wollte seinen Kunden wieder einmal etwas Neues bieten. Orientalische Wochen – das Feeling des Türkei-Urlaubs direkt zu Hause in der Küche mit Falafel und Co. Eine Kleinigkeit hatten die Macher der Aktion allerdings nicht bedacht.

Denn Schweinefleisch oder -fett finden sich aus religiösen Gründen nicht auf dem Speiseplan von Muslimen, die die orientalische Kultur prägen. Allerdings verkaufte Lidl ein Börek (Frischkäse-Schnecke), das Schweinefett enthält. Wie es der Zufall so will, fällt die Lidl-Aktionswoche ausgerechnet noch in den Ramadan, den Fastenmonat der Muslime.

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Unter einem Facebook-Posting mit dem der Discounter die orientalische Woche anpreist, häufen sich missmutige Kommentare. „Die Frischkäse Schnecke enthält Schweinefett. Das finde ich unmöglich. Das es nicht helal ist, verstehe ich ja aber orientalische Lebensmittel mit Schweinefett anzubieten finde ich unmöglich“, schreibt eine Nutzerin. Viele Muslime fühlen sich hinters Licht geführt, da das Börek nach traditionellem Rezept immer vegetarisch ist.

Der Discounter reagiert prompt: „Es liegt uns als Handelsunternehmen sowie unseren Lieferanten mehr als fern, unsere Kunden durch Produktverpackungen oder Werbung zu täuschen. Dass es in diesem Fall den Anschein gemacht hat, bedauern wir sehr.“ Außerdem verspricht Lidl, die Rezeptur der nächsten Aktionen zu überarbeiten. Keine schlechte Idee, denn den italienischen Chianti wollen wir auch nur mit Reben aus der Toskana trinken.

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