Lieferstopp bei Edeka und Rewe: Hunderte Produkte sind betroffen

Lieferengpässe in Deutschland
Symbolbild Foto: Ymblanter, CC BY-SA 4.0, wiki

Bei Edeka und Rewe finden sich mal wieder leere Regale. Denn ein bekannter Hersteller stellt die Lieferungen ein.

Der aktuelle Lieferstopp betrifft mehr als 300 Produkte. Dadurch bleiben viele Regale bei Edeka und Rewe leer. Ein drastischer Schritt. Zu diesem hat sich der Nahrungsmittelkonzern Mars entschieden.

Lebensmittelhersteller stellt die Lieferung aller Produkte ein

Mars hat sämtliche Lieferungen an Edeka und Rewe gestoppt. Die Ursache ist ein Preiskampf. Der Lebensmittelhersteller fordert höhere Preise von den deutschen Lebensmitteleinzelhändlern. Nun stellt Mars die Lieferung von rund 300 Produkten aus verschiedenen Bereichen ein. Betroffen sind die Supermärkte Edeka und Rewe.

Die Supermärkte können die Forderungen von Mars nicht nachvollziehen. Dies erfährt die Lebensmittelzeitung aus dem Händlerumfeld. Nicht bekannt ist jedoch, wie Edeka und Rewe aktuell damit umgehen. Einigkeit herrscht auf jeden Fall nicht. Denn Mars stellt seine Lieferungen ein. Erst an Edeka und jetzt auch an Rewe.

Lesen Sie auch
100-Millionen-Mega-Gewinn: Frau schockiert ihre Mitmenschen

Edeka ist schon länger betroffen

Der Supermarkt Edeka wird schon seit drei Monaten nicht mehr von dem Lebensmittelhersteller beliefert. Mittlerweile hat Mars auch die Lieferungen an Rewe gestoppt. Die Lager dort leeren sich bereits und Verbraucher stehen vor deutlichen Lücken in den Regalen. Dies berichtet die Lebensmittel Zeitung.

Der Lebensmittelhersteller ist hauptsächlich für seine Schokoriegel wie Snickers, Mars und Bounty bekannt. Doch er führt auch zahlreiche andere Lebensmittel sowie Markenartikel aus dem Bereich der Tiernahrung.

So beurteilen die Supermärkte die Preisdebatte

Die Inflation in Deutschland hat ordentlich zugeschlagen. Aktuell sind die Preise in den Supermärkten rund 16,6 Prozent höher als im Vorjahr. Der Lebensmittelhersteller Mars fordert bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr höhere Preise.

Lesen Sie auch
Neues Gesetz: Ab Januar 2023 gibt es 100 Euro mehr aufs Konto

Die Edeka-Tochter Netto reagierte bereits darauf. Sie veröffentlichte einen konfrontativen Werbeslogan. Dieser lautet: „Keine Lust auf Mondpreise von Mars? Dann geh doch zu Netto!“. Damit heizt der Discounter die Preisdebatte in der Lebensmittelindustrie noch weiter an.

Auch Edeka und Rewe haben eine klare Meinung zu den geforderten Preiserhöhungen von Mars. Die Lebensmitteleinzelhändler sprechen sich klar gegen einen Preisanstieg aus. Dies berichtet ebenfalls die Lebensmittelzeitung. Die Einzelhändler ziehen aber auch ihren Nutzen daraus. Sie setzen gezielte Werbestrategien ein. Sie wollen die Verbraucher so von den günstigeren Eigenmarken-Produkten überzeugen.

Mars kritisiert die deutschen Händler

Der Lebensmittelhersteller hält die Preiserhöhungen für gerechtfertigt. Die höheren Preise sind sowohl zumutbar als auch erforderlich. Denn die Preiserhöhungen sind aufgrund der steigenden Kosten notwendig. Dies erklärt Carsten Simon gegenüber der Lebensmittelzeitung. Er ist der Mars-Süßwarenchef.

Lesen Sie auch
Nach München: In unerwarteter Großstadt explodieren die Mieten

Der Mars-Chef kritisiert außerdem die harte Verweigerung des Handels. Er gibt an, dass nur die deutschen Händler sich so verhalten. Ob Hersteller und Händler sich doch noch einig werden und wie lange der Mars-Lieferstopp bei Edeka und Rewe dauert, bleibt abzuwarten.