
Immer weniger Studierende finden eine geeignete Wohnung, um an der gewählten Universität studieren zu können. Zudem steigen die Mieten für Studenten auf ein Rekordhoch, das sich nur noch die wenigsten leisten können.
Wer sich eine Wohnung oder ein WG-Zimmer leisten will, muss sich heutzutage schon ein finanzielles Polster zugelegt haben. Eine Studie hat nämlich gezeigt, was viele Studenten schon am eigenen Leib erfahren haben: Die Mieten steigen auf ein Rekordhoch, sodass Wohnen zum Luxus geworden ist.
Eine finanzielle Frage: Studieren in Deutschland kostet immer mehr Geld
Eine Umfrage hat ergeben, dass immer noch die Mehrheit der Eltern ein Studium fürs eigene Kind als die einzig geeignete Möglichkeit für den Start in ein erfolgreiches Leben ansieht. Wer kann, spart schon mit der Geburt des Nachwuchses, um die späteren Studienkosten decken zu können. Zwar erheben die staatlichen Hochschulen in Deutschland keine Studiengebühren. Allerdings werden mit jedem Semester Semesterbeiträge fällig. Diese decken beispielsweise das Semesterticket, die Verwaltungskosten sowie Beiträge für das Studierendenwerk ab. In der Regel liegt der Semesterbeitrag zwischen 100 und 400 Euro.
Studiert der Nachwuchs jedoch an einer Universität, die nicht in der Heimatstadt liegt, kommen noch einmal Kaution, Miete und Nebenkosten für ein WG-Zimmer oder ein Zimmer im Studentenwohnheim dazu. Und genau hier liegt derzeit das größte Problem. Denn auch wenn das Einkommen der Eltern nicht ausreicht und man als Student BaföG bekommt, kann sich kaum jemand die hohen Mieten leisten.
Mieten für Studenten auf Rekordhoch: „Viele gehen leer aus“
Eine Auswertung an 89 Studienorten hat nun bestätigt, was die Mehrheit der Studenten am eigenen Leib erfahren musste. Wer an einer beliebten Universität in einer deutschen Großstadt studieren will, muss tief in die Tasche greifen. In München beispielsweise liegt die monatliche Miete für ein WG-Zimmer bei 800 Euro und ist damit Spitzenreiter unter den Mieten. Wer BaföG bekommt, erhält einen Wohnzuschuss von derzeit 380 Euro, und kann sich damit dieses WG-Zimmer gar nicht leisten. Auch in Hamburg und Berlin liegen die Mieten mit durchschnittlich 650 Euro deutlich über dem BaföG-Satz.
Ein weiteres Problem sei laut Experten, dass die günstigen Wohnangebote sehr beschränkt seien und nur die Studenten den Zuschlag erhielten, die das Angebot zuerst gesehen und sich sofort beworben hätten. Alle anderen gehen leer aus. Günstige Wohnungsangebote würden zudem weiterhin unter Druck geraten, sodass man auch hier mit einer deutlichen Preissteigerung rechne. So mancher Student musste bereits in einer Turnhalle übernachten, da er keinen Wohnraum an seinem Studienort gefunden hatte.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Moses Mendelssohn Institut, WG-Gesucht.de, dpa)














