Markus Söder: Bürger sollen eine halbe Stunde länger arbeiten

Die CSU-Landesgruppe führt ihre traditionelle Winterklausur im Jahr 2026 am 8. Januar im oberbayerischen Kloster Seeon durch. Zu sehen ist Redner Markus Söder, Ministerpräsident des Freistaates Bayern und seit Januar 2019 Parteivorsitzender der CSU.
Symbolbild © imago/Manfred Segerer

Mit seiner jüngsten Forderung hat sich der CSU-Chef nicht gerade beliebt gemacht. Angesichts der steigenden Zahl älterer Menschen sollen die Bürger laut Markus Söder einfach eine halbe Stunde länger arbeiten.

Die Schweiz macht es bereits vor. Dort umfasst die Vollzeit-Arbeitswoche 42 Stunden. Auch für Deutschland könnte sich etwas ändern – zumindest nach Meinung von Markus Söder. Er fordert, dass die Bürger eine halbe Stunde länger arbeiten.

Krise spitzt sich zu: Bürger sollen halbe Stunde länger arbeiten

Der wirtschaftliche Nutzen durch diese halbe Stunde sei entsprechend groß, so Söder. Viele Vollzeitbeschäftigte sind ausgelastet und kommen trotzdem nicht über die Runden. Eine Ursache sind die enorm hohen Aufwendungen für Energie, Lebensmittel und die alltäglichen Dinge des Lebens. Gleichzeitig fordern Politiker wie Markus Söder, dass die Bürger nun noch eine halbe Stunde länger arbeiten.

Das dürfte den meisten sauer aufstoßen. Denn gerade zum Thema Arbeitszeit gibt es sehr unterschiedliche Meinungen, die heiß diskutiert werden. Während einige gar nicht mehr in der Lage sind, Vollzeit zu arbeiten, entscheiden sich andere ganz bewusst dafür, zu Hause zu bleiben.

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Bürger sollen mehr arbeiten – es gibt zu viele ältere Menschen in Deutschland

Die kommenden Jahre werden nicht einfacher, denn die starken Jahrgänge gehen nun nach und nach in Rente. Dadurch gerät das Rentensystem immer weiter unter Druck. Ministerpräsident Markus Söder von der CSU schlägt deshalb vor, dass die Bürger eine halbe Stunde länger arbeiten sollen. Damit wolle man den Umstand ausgleichen, dass es in Deutschland immer mehr ältere Menschen gibt. Viele andere Nachbarländer wie die Schweiz machen es vor.

Außerdem würden die Bürger von der Mehrarbeit profitieren und könnten sich 0,5 Prozent auf die Rente anrechnen lassen. Menschen, die eine sehr harte Arbeit verrichten und froh sind, wenn das Wochenende beginnt, dürfte das jedoch nur wenig trösten. Sicherlich müsste man hierbei zwischen körperlich anstrengenden Jobs und anderen unterscheiden, die weniger an die Substanz gehen.

(Quellen: CSU, Bundesregierung)