
Einbrecher denken sich immer wieder neue Wege aus, um an begehrtes Diebesgut zu gelangen. Inzwischen brechen Kriminelle sogar mithilfe von Heißklebepistolen in die Wohnungen ihrer Opfer ein.
Es klingt so unglaubwürdig, dass man darüber fast den Kopf schütteln und es als Unsinn abtun möchte. Doch tatsächlich nutzen Kriminelle Heißklebepistolen, um in Wohnungen einzubrechen. Was merkwürdig klingt, ist eine gut durchdachte Masche.
Diebstähle wieder gestiegen: „Einbrecher werden immer raffinierter“
Vergleicht man die Einbruchzahlen der letzten Jahre miteinander, erkennt man, dass sie von 2021 auf 2023 wieder gestiegen sind. Die Versicherungen melden durchschnittlich 90.000 Einbrüche jährlich. Das bedeutet, dass alle sechs Minuten in Deutschland jemand Opfer eines Einbruchs wird. Die Polizei warnt die Bürger immer wieder. So soll man alle Fenster komplett schließen und nicht eines auf Kipp stehen lassen, wenn man das Haus verlässt. Zudem sollte man in den sozialen Medien nicht posten, dass man in den Urlaub fährt. Und am besten sagt man einem Nachbarn Bescheid, der regelmäßig nach dem Rechten sieht und dafür sorgt, dass Bewegung stattfindet.
Einbrecher sind nicht auf den Kopf gefallen. In der Regel wollen sie das Aufeinandertreffen mit den Bewohnern vermeiden und spionieren vorher aus, ob jemand in einem bestimmten Objekt zu Hause ist. Zuvor kundschaften sie ebenfalls aus, ob in einer Wohnung oder einem Haus Wertvolles zu holen ist. Dies markieren sie zum Beispiel mit bestimmten Zeichen, die zunächst vollkommen harmlos erscheinen.
Mit Heißklebepistole in die Wohnung: Das ist die neueste Masche
Am wichtigsten ist den Einbrechern, dass sie den Bewohnern bei ihrer Tat nicht begegnen. Im Optimalfall befinden sich diese für längere Zeit woanders, zum Beispiel im Urlaub. Aber wie bekommen die Täter heraus, ob jemand zu Hause ist oder ein Objekt für einige Zeit nicht bewohnt wird? Dazu haben sich die Diebe etwas Neues ausgedacht.
Sie nehmen eine Heißklebepistole und erzeugen einen Faden aus dem flüssig gewordenen Kleber von der Haustür zur Wand. Diese Fäden sind fast durchsichtig, womit sie schwer zu erkennen sind. Doch für die Einbrecher ergibt sich daraus ein wertvoller Hinweis. Bleibt der Klebefaden intakt, bedeutet dies, dass die Bewohner für längere Zeit nicht zu Hause sind. Und schon haben die Diebe ein neues Objekt gefunden. Ist der Faden dagegen durchbrochen, ist regelmäßig Bewegung da und die Einbrecher lassen von dem Haus oder der Wohnung ab. Die Polizei rät deshalb dazu, die Wohnungstür genauestens zu überprüfen und bei Auffälligkeiten sofort die Polizei zu rufen.
(Quellen: Eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














