
Heute weiß kaum noch jemand, wie viele Jahre die Corona-Pandemie zurückliegt. Doch an eines erinnern sich alle: die Masken und die Einschränkungen für die gesamte Bevölkerung. Mittendrin war Jens Spahn, der durch den Masken-Skandal zu negativer Berühmtheit gelangte.
Der Richter am Amtsgericht München hat sein Urteil gesprochen. Ein Mann muss für mehrere Jahre in Haft. Die Schuld geht auf einen Masken-Deal in der Corona-Zeit zurück. Der bayerische Unternehmer scheint kein unbeschriebenes Blatt zu sein, denn er sitzt bereits seit letztem Jahr in Haft, da er Millionen an Steuergeldern hinterzogen haben soll.
Masken-Deal führt zu mehrjähriger Haftstrafe: Mann muss ins Gefägnis
Im Rahmen des damaligen Open-House-Verfahrens der Bundesregierung erhielt jeder Unternehmer einen Auftrag, sofern er der Bundesregierung Masken liefern konnte. Der Mann, der jetzt vor Gericht steht, gehörte ebenfalls zu den Lieferanten. Er erhielt für etwa fünf Millionen Masken eine Entlohnung von rund 22 Millionen. Doch nicht die Masken und die Bezahlung selbst führten zu seiner Verurteilung, sondern die Abwicklung des Auftrags.
So soll er den Auftrag über eine Briefkastenfirma in der Schweiz abgewickelt haben, vermutlich, um hohe Steuern zu umgehen. Die Firma und sein Lebensmittelpunkt sollen sich jedoch in Deutschland befunden haben. Zudem steht seine Verurteilung im Zusammenhang mit einem Diplomatenstatus, gefälschten Papieren und einer Waffe, die man im Handschuhfach seines Autos gefunden hat. Insgesamt soll er über elf Millionen Euro Steuern hinterzogen haben. In Deutschland ist das mit einer harten Strafe verbunden.
Aufklärung rund um die Masken-Deals weiterhin offen
Was viele in diesem Zusammenhang immer noch erwarten, ist eine Verhandlung des gesamten Masken-Deals mit dem damaligen Gesundheitsministerium. Doch hierzu herrscht weiterhin Schweigen. Sicherlich würden viele Bürger und Betroffene gerne noch einmal ein Statement von Jens Spahn zu der gesamten Angelegenheit hören und einen offenen Diskurs über die Maskendeals führen.
Doch davon kann in diesem Gerichtsprozess natürlich keine Rede sein. Fest steht die mehrjährige Verurteilung eines Unternehmens, das Steuern hinterzogen hat und die damalige Corona-Pandemie eher als Möglichkeit zum Geldverdienen sah denn als Gelegenheit zu helfen. Doch eines ist gewiss: Damit wird es wohl nicht alleine gewesen sein.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa, Amtsgericht München)














