Maskierte blutverschmiert in der Karlsruher Innenstadt!

Symbolbild


Karlsruhe / Stuttgart, 21. Juni 2019 (Pressemitteilung PETA) – Wir wissen was morgen passiert! Protest gegen das Töten: Wölfe sind gemäß Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt.

Trotzdem haben sich CDU/CSU und SPD auf Wolfstötungen geeinigt: Die Bundesregierung gab bekannt, dass Wölfe eines Rudels bei Vorfällen mit landwirtschaftlich genutzten Tieren künftig leichter getötet werden dürfen – und zwar selbst dann, wenn unklar ist, ob ein bestimmtes Rudel überhaupt beteiligt war.


Einzelne Wölfe in einer Gegend sollen so lange abgeschossen werden dürfen, bis es keine Risse mehr gibt, auch wenn dafür ein ganzes Rudel ausgelöscht werden müsste. Der Bundestag muss dieser Regelung noch zustimmen. Daher protestiert das freiwillige PETA-ZWEI-Streetteam Karlsruhe morgen ab 16:30 Uhr auf dem Friedrichsplatz „blutverschmiert“ und mit Wolfsmasken gegen die geplante Wolfsabschuss-Klausel, die den strengen Schutz der Tiere aufweichen soll.

Die Tierfreunde sehen in der Koalitionsvereinbarung einen Kniefall vor der Jagd- und Agrarlobby und fordern eine friedliche Koexistenz mit den Wölfen.

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„Jäger und Landwirte schüren gezielt Ängste und machen Stimmung gegen die Wölfe. Die scheuen und sehr sozialen Tiere sind ein unerlässlicher Bestandteil eines intakten Ökosystems und tragen zur Regulierung und Gesundheit der Wildtierpopulationen bei“, so PETA-ZWEI-Streetteam-Leiter Christopher Helm.

Norwegische Wissenschaftler untersuchten das Gefahrenpotenzial der Tiere und kamen zu dem Ergebnis, dass gesunde Wölfe im Allgemeinen keine Gefahr für Menschen darstellen [1]. Wie bei allen Wildtieren ist beim Kontakt mit einem Wolf ein gewisser Respekt grundsätzlich angebracht. Das wichtigste Mittel zur Konfliktprävention und für ein friedliches Zusammenleben ist die Aufklärung über das Verhalten und die Bedürfnisse von Wölfen.

PETA spricht sich grundsätzlich gegen die Jagd aus. Das Motto der Tierschutzorganisation lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. PETA setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.
 
Das PETA-ZWEI-Streetteam Karlsruhe ist ein Verbund freiwilliger Unterstützer, die sich für die Ziele der Jugendkampagne PETA ZWEI der Tierschutzorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.