
Eine lokal eingeschränkte Trinkwassernutzung in Deutschland, die etwa durch eine vorübergehende Keimbelastung verursacht wird, ist keine Seltenheit. Nun wird jedoch zu einem insgesamt sparsameren Umgang mit der Ressource aufgefordert. Sonst drohen ernsthafte Folgen.
Auf Trinkwasser kann der Mensch nicht verzichten. Experten fordern jetzt jedoch dazu auf, die Art und Weise, wie wir die Flüssigkeit nutzten, zu überdenken. Andernfalls sind drastische Konsequenzen wahrscheinlich.
Eingeschränkte Trinkwassernutzung in Deutschland: Immer wieder Thema
Ob aufgrund von Keimen im Wasser oder weil Wartungsarbeiten stattfanden – in den vergangenen Monaten kam es in unterschiedlichen Gebieten Deutschlands zu einer Einschränkung bei der Trinkwassernutzung. So gab es etwa ein Trinkverbot in der Universitätsklinik Essen. Im Hamburger Süden mussten sich die Bürger im Januar auf Wartungsarbeiten einstellen. Es handelt sich bei alldem jedoch um Ausnahmen. Bundesweite Versorgungsprobleme gibt es derzeit nicht. Dennoch mahnen Experten jetzt zur Vorsicht, weil ernsthafte Herausforderungen in Zukunft wahrscheinlich sind.
Sie fordern dazu auf, Wasser sparsamer zu nutzen. Der Appell geht nicht nur an die Industrie, sondern auch an private Haushalte. Hintergrund sind die Folgen des Klimawandels, die zu Ressourcenproblemen führen. Dürren und andere Extremwetterereignisse sind heute keine Seltenheit mehr. Laut Umweltbundesamt (UBA) leidet Deutschland zwar nicht an einem Wassermangel, aber es kommt immer wieder zu lokalen Engpässen. Vor allem trockene Sommer, die heutzutage immer häufiger vorkommen, führen in der Landwirtschaft zu Herausforderungen. In Deutschland drohen deshalb künftig regionale Versorgungsprobleme.
Experten alarmiert: Frühlingsmonat März trockener als sonst
Auch der derzeitige Frühling ist laut Deutschem Wetterdienst (DWD) trockener als üblich. Das zeigt der vergangene Monat: Die Niederschlagsmenge im März lag unter dem Durchschnitt. Wer Wasser ab sofort sparsamer nutzen will, hat verschiedene Möglichkeiten im Alltag. Dazu gehört zum Beispiel, die Duschzeit zu verkürzen und den Wasserhahn während des Zähneputzens nicht laufen zu lassen.
Bei der Bewässerung von Pflanzen setzen Haushalte im Idealfall auf gesammeltes Regenwasser. Regelmäßiges Mulchen hilft außerdem dabei, die Feuchtigkeit länger im Boden zu speichern. Darüber hinaus empfiehlt es sich, Spül- und Waschmaschine vollständig zu befüllen, bevor sie zum Einsatz kommen, um einen kleinen Beitrag zum Ressourcenschutz zu leisten.














