
Beunruhigende Nachrichten für Bürger: In einer deutschen Region herrscht Leitungswasser-Alarm, nachdem erhebliche Probleme in der Versorgung festgestellt wurden. Die Behörden wenden sich an die Bevölkerung und raten zu einer dringenden Maßnahme.
Leitungswasser gehört für viele Deutsche selbstverständlich dazu. Dabei ist die Versorgung keineswegs fehlerfrei. In einer deutschen Region herrscht Leitungswasser-Alarm.
Erhebliche Probleme: So steht es um die Trinkwasserqualität in Deutschland
In Deutschland weist das Trinkwasser laut Untersuchungen fast überall eine sehr hohe Qualität auf, Grenzwerte werden nur selten überschritten. Für die Qualitätskontrolle sind die Gesundheitsämter zuständig, während die Versorgung der Bevölkerung und die Wasseraufbereitung zu den Aufgaben der Wasserwerke zählt. Dank moderner Aufbereitung wie Filtration und Desinfektion sind gefährliche Mikroorganismen im Trinkwasser heutzutage nur noch in Ausnahmefällen vorhanden.
Gesetzlich legt die Trinkwasserverordnung fest, welche Qualität Leitungswasser haben muss und welche Grenzwerte einzuhalten sind. Ganz einwandfrei scheint der Prozess jedoch nicht zu funktionieren: In letzter Zeit stellt das Umweltbundesamt immer wieder Krankheitserreger fest, die akute Infektionen auslösen und sich schnell weiterverbreiten können. Zudem entstehen durch Schadstoffe langfristige Gesundheitsrisiken. Forscher beschäftigen sich beispielsweise mit Spurenstoffen wie Arzneimittelrückständen im Rohwasser, deren Entfernung schwierig ist.
Leitungswasser-Alarm in Region: Hier müssen Bewohner aufpassen
Immerhin lohnt sich das Trinken von Leitungswasser finanziell. Denn das Wasser aus dem Hahn kostet in Deutschland nur etwa 0,4 Cent pro Liter, also rund 2 Euro im Jahr, wenn man täglich 1,5 Liter trinkt. Mineralwasser aus dem Supermarkt gibt es schon ab 19 Cent pro Liter, was auf ein Jahr gerechnet etwa 104 Euro ergibt – Markenwasser kann aber bis zu 400 Euro oder im Extremfall sogar über 1.200 Euro kosten. Auf das Abwaschen von Fleisch unter Leitungswasser sollten Bürger dagegen lieber verzichten.
Allerdings gibt es einen Leitungswasser-Alarm in einer deutschen Region: In Greifswald müssen Bürger das Leitungswasser vorerst abkochen, weil bei einer Routinekontrolle im Wasserwerk Groß Schönwalde Behörden erhöhte Mengen an Enterokokken gefunden haben. Die Bakterien können im schlimmsten Fall Magen-Darm-Beschwerden verursachen, weitere Gesundheitsgefahren bestehen laut Landkreis jedoch nicht. Leitungswasser sollte deshalb vor dem Trinken, Kochen oder Zähneputzen sprudelnd erhitzt und anschließend zehn Minuten abgekühlt werden. Duschen und Baden sind ohne Einschränkungen möglich, die Abkochanordnung bleibt bis auf Widerruf bestehen.














