Maßnahmen: Fliegende Zecke breitet sich in Deutschland aus

Ein Strauch mit gelben Blumen blüht in einem Park. Dahinter sind weitere, pinke Blumen zu sehen und Personen, die sich in der Natur aufhalten.
Symbolbild © imago/Eckhard Stengel

Diese fliegende Zecke ist in Deutschland aktuell eine Gefahr sowohl für Tiere als auch für Menschen. Sie verbreitet sich rasant und löst große Besorgnis bei den Bürgern aus.

In Wäldern und Parks in Deutschland erregt derzeit ein neuer Schädling Aufmerksamkeit: die Hirschlausfliege, auch als „fliegende Zecke“ bekannt. Diese kleinen, rotbraunen Insekten mit markanten Flügeln breiten sich zunehmend aus. Der Name ist zwar etwas irreführend, doch der Biss dieser Fliege löst bei Naturfreunden große Besorgnis aus.

Blutsaugende Parasiten breiten sich in Deutschland aus

Die Hirschlausfliege (Lipoptena cervi) unterscheidet sich in vielen Aspekten von echten Zecken, teilt jedoch ihre unangenehme Angewohnheit, Blut zu saugen. Im Gegensatz zu Zecken, die acht Beine besitzen und zu den Spinnentieren gehören, verfügt die Hirschlausfliege nur über sechs Beine und zählt damit zu den Insekten. Ein besonderes Merkmal ist ihr Verhalten nach dem Biss: Sie wirft ihre Flügel ab und bleibt am Wirt haften, was häufig zu Verwechslungen mit Zecken führt.

Das Hauptproblem bei diesen Parasiten ist der lang anhaltende Juckreiz, der nach einem Biss auftreten kann. In seltenen Fällen kann es zu allergischen Reaktionen kommen, die sich durch Rötungen und Schwellungen bemerkbar machen. Obwohl diese Bisse für Menschen normalerweise nicht gefährlich sind, können die Symptome äußerst unangenehm sein und über Monate hinweg anhalten, was die Lebensqualität beeinträchtigen kann.

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Sowohl Tiere als auch Menschen sind von der Plage betroffen

Besonders betroffen sind Gegenden mit vielen Wildtieren wie Waldränder und Wälder. Hier finden die Fliegen ihre bevorzugten Wirte, darunter Hirsche, Rehe und Wildschweine, aber auch Hunde und manchmal Menschen. Ein milder Winter und ein frühes Frühjahr können die Anzahl der Hirschlausfliegen zusätzlich erhöhen, da mehr Larven überleben und die Fliegen früher aktiv werden. Wer sich vor diesen Plagegeistern schützen möchte, sollte bestimmte Vorsichtsmaßnahmen treffen. Dazu gehört, sich bei Spaziergängen und Wanderungen an Wege zu halten und hohes Gras zu vermeiden. Außerdem ist es ratsam, die Haut nach einem Ausflug gründlich zu untersuchen und gegebenenfalls zu desinfizieren, um mögliche Bisse zu behandeln.