
Erste Weihnachtsmärkte haben bereits ihre Pforten für die Besucher geöffnet. Aber auch hier sorgt ein Thema für Diskussionen und verärgerte Kunden: Ein Weihnachtsmarkt hat wohl ein Bargeld-Verbot eingeführt.
Mit festlich geschmückten Ständen, Lichterketten und Glühweinduft zieht es Besucher auf die Weihnachtsmärkte. Für viele ist der Gang über den Markt ein fester Bestandteil der Adventszeit und ein Ort, um sich auf die Feiertage einzustimmen. Trotz kühler Temperaturen lassen sich die Menschen die Freude nicht nehmen.
Weihnachtsmärkte sind für einige zu teuer geworden
Marktbetreiber setzen auf ein abwechslungsreiches Angebot von Kunsthandwerk bis zu regionalen Spezialitäten. Auch Sicherheitsvorkehrungen spielen eine Rolle, um Besucherströme geordnet zu lenken. Während die Besucher die festliche Stimmung genießen, schlagen allerdings die gestiegenen Kosten auf die Geldbörse. Viele Marktbetreiber geben die gestiegenen Ausgaben für Mieten, Energie und Rohstoffe an die Kunden weiter. Glühwein, Bratwurst oder gebrannte Mandeln sind auf einigen Weihnachtsmärkten teurer als in den Vorjahren. Auch kunsthandwerkliche Produkte sind in der Regel teurer geworden. Wirtschaftsexperten führen die Entwicklungen auf Inflation, steigende Logistikkosten und höhere Löhne in der Gastronomie zurück. Für viele Familien bedeutet dies, dass ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt gut geplant werden muss, um das Budget nicht zu überschreiten.
Weihnachtsmarkt führt Bargeld-Verbot ein
Die Frage, wie auf den Märkten gezahlt wird, sorgt ebenfalls für Diskussionen. Während in Deutschland traditionell Bargeld dominiert, bevorzugen einige Veranstalter kontaktlose Zahlungen mit Karte oder Smartphone. Experten betonen, dass ein flexibles Angebot beider Zahlungsmethoden sinnvoll ist, um alle Kundengruppen zu erreichen. Auf vielen Märkten herrscht inzwischen ein Mischbetrieb, der es Besuchern ermöglicht, selbst zu entscheiden, wie sie bezahlen möchten. Auf dem Weihnachtsmarkt „Polarzauber“ am Zürcher Hauptbahnhof sorgt nun jedoch eine neue Regelung für Diskussionen.
Der aktuelle Veranstalter verlangt von allen Ständen, Zahlungen ausschließlich per Karte oder über das Schweizer System Twint abzuwickeln. Wer weiterhin Bargeld akzeptiert, riskiert ein Bußgeld von 500 Franken, umgerechnet etwa 545 Euro. Die Maßnahme stößt bei vielen langjährigen Händlern auf Kritik, da sie zusätzliche technische Anforderungen und Kosten bedeutet. Auch Besucher zeigen sich verärgert, da das altbekannte Bargeldangebot wegfällt. Der Veranstalter begründet die Regelung mit Sicherheitsaspekten.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Blick, Deutsche Bundesbank, Polarzauber AG)














