
Nach dem Mega-Winter-Blackout sind die Bürger seit Tagen ohne Strom und Wärme. Und das soll erst einmal noch so bleiben. Die Menschen leben zwischen Not, die erfinderisch macht, und vollkommenem Unverständnis.
Seit Tagen leben Tausende Bürger ohne Strom und Wärme. Die Reaktionen auf diesen Mega-Winter-Blackout fallen unterschiedlich aus. Doch eine Frage stellen sich alle.
Seit Tagen ohne Strom und Wärme: Bürger helfen sich gegenseitig
Am frühen Samstagmorgen, dem dritten Januar, setzten bislang Unbekannte einen Teil des Berliner Stromnetzes am Teltower Kanal in Brand. Die Folge war ein Mega-Blackout. Und das mitten im Winter. 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen waren sofort vom Stromnetz abgeschnitten. Tausende Menschen warten immer noch.
In der Zwischenzeit helfen sich alle gegenseitig. Das Technische Hilfswerk beispielsweise liefert Diesel, damit die Notstromaggregate laufen können. Nachbarn schauen nach einander und überbrücken ihre Not gegenseitig. Wer konnte, ist zu Freunden, Bekannten und Familie gezogen. Denn bei nächtlichen Temperaturen von bis zu minus zwölf Grad hält es wohl kaum jemand in einer Wohnung ohne Heizung aus.
Mega-Winter-Blackout immer noch nicht behoben: Alle stellen sich eine Frage
Bis zum Donnerstag soll es wohl noch dauern, bis alle Bürger wieder Strom und Wärme haben, heißt es. Während sich die einen mit Kaminen behelfen und andere in ein Hotel ziehen, müssen wiederum andere mit dem Nötigsten auskommen. Sie können sich kein Hotel leisten und haben keinen Strom. Die Behebung der Ursache befindet sich zwar in vollem Gange, dauert aber seine Zeit.
Angesichts Zehntausender Betroffener stellen sich viele Menschen eine Frage. Deutschland ist eine Industrienation, hoch entwickelt und technisch fortschrittlich. Wie kann es da passieren, dass die Infrastruktur so sensibel reagiert? Wie kann es sein, dass Menschen tagelang, praktisch wie zu längst vergangenen Zeiten, ohne Strom und Wärme leben müssen? Man müsse mehr in die Sicherung der Anlagen stecken und auch für einen Anschlag, der in den vergangenen Jahren ja bereits häufiger vorgekommen ist, besser gerüstet sein, so die Forderung vieler. Vielleicht haben die Verantwortlichen daraus gelernt und arbeiten an einer Problemlösung. Doch eine gute Nachricht gibt es: Die Struktur funktioniert nicht, dafür hingegen die Organisationen dahinter. Dies sieht man zum Beispiel an der schnell organisierten Hilfe für die Betroffenen.
(Quellen: Tagesspiegel, WDR, dpa)














