Mehr Geld im Alter sichern: Diese Zuschüsse erhöhen die Rente

Die Hände einer Person, die ein braunes Portemonnaie halten, das geöffnet ist. Darin befinden sich mehrere Scheine. Unter anderem sind 50-Euro-Scheine und ein 20-Euro-Schein erkennbar.
Symbolbild © istockphoto/EyeEm Mobile GmbH

Gerade im Alter muss man mit weniger Geld auskommen als noch zur aktiven Arbeitszeit. Inzwischen gibt es jedoch Zuschüsse, die die Rente deutlich erhöhen können. Allerdings muss man sie beantragen.

Kaum ein Rentner weiß davon, dass ihm zum Leben nicht nur die eigene Rente und der Gang zum Sozialamt bleibt, wenn diese nicht reicht. Es gibt inzwischen einige Zuschüsse, die die Rente deutlich erhöhen und die Menschen somit vor einem Leben in Armut bewahren können.

Regierung bessert nach: Rentner bekommen mehr Geld

Millionen Rentner sind im Alter von Armut bedroht. Dabei trifft es Frauen deutlich häufiger als Männer. Sie sind es nämlich, die in den meisten Fällen zu Hause bleiben, wenn ein Kind geboren wird, und anschließend ihre Stundenanzahl im Beruf senken, um für den Nachwuchs da sein zu können.

Inzwischen hat die Regierung zwei wesentliche Veränderungen vorgenommen, um gerade Müttern mehr Rente zu verschaffen. Zum einen gibt es ab dem 1. Januar 2027 die erweiterte Mütterrente. Dies bedeutet, dass auch diejenigen Frauen, die vor 1992 ihre Kinder geboren haben, anstatt zweieinhalb drei Jahre als Kindererziehungszeit angerechnet bekommen. Zum anderen gibt es steuerfreie Beträge, wenn man als Rentner noch arbeiten geht. Bis zu 2.000 Euro bleiben anrechnungsfrei.

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Auf die Anträge kommt es an: So gibt es noch mehr Geld vom Staat

Allerdings hält der deutsche Staat auch andere Leistungen bereit, die es für Menschen gibt, die im Alter zu wenig Rente bekommen. Diese Zuschüsse gibt es bereits seit Längerem. Doch oftmals kennen die Betroffenen sie nicht. Zuerst erwähnt sei das Wohngeld. Dieses steht nicht nur Familien mit Kindern zu, sondern auch Rentnern, deren Mietkosten im Vergleich zur Rente einen deutlich höheren Anteil einnehmen. Allerdings müssen die Betroffenen hierfür einen Antrag stellen und sowohl den Mietvertrag als auch den Rentenbescheid einreichen.

Ein weiterer hoher Anteil gilt oftmals der Kranken- und Pflegeversicherung. Wer gesetzlich freiwillig oder privat versichert ist, kann davon wohl ein Lied singen. Hier übernimmt die Deutsche Rentenversicherung den Arbeitgeberanteil von bis zu 8,55 Prozent. Deshalb lohnt sich laut Experten auf jeden Fall eine Prüfung. Zudem gilt: Wer einen Angehörigen pflegt, kann ebenfalls noch Rentenpunkte sammeln. Für Rentner, die noch arbeiten gehen, gilt dies ebenfalls. Experten raten daher, sich auf jeden Fall eingehend zu informieren und den Rentenbescheid zu prüfen oder prüfen zu lassen.

(Quellen: Deutsche Rentenversicherung, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, dpa)