Merz stürzt komplett ab – 78 Prozent wollen ihn nicht als Kanzler

Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz in einer dunkelblauen Anzugjacke. Merz trägt eine schwarze Brille und sitzt auf einem blauen Stuhl. Die Hände hält er gefaltet vor dem Gesicht, während er besorgt und nachdenklich schaut.
Symbolbild © imago/Fotostand

In einer neuen Umfrage stürzt Bundeskanzler Friedrich Merz nun komplett ab: Der Großteil der Bevölkerung zeigt sich gar nicht begeistert vom derzeitigen Regierungschef. Warum der Kanzler so unbeliebt ist ‒ und welche seiner Vorgänger hingegen richtig gut ankamen. 

Erneut wird Kanzler Merz mit einem ernüchternden Ergebnis konfrontiert. Aktuelle Beliebtheitswerte zeichnen ein schmerzhaftes Bild für den amtierenden Regierungschef.

Umfrage mit eindeutigem Ergebnis: Merz stürzt ab

Eine Insa-Umfrage spricht nun Bände über die politische Stimmung in Deutschland: 78 Prozent der Bundesbürger halten den amtierenden Bundeskanzler Friedrich Merz nicht für den passenden Regierungschef. Zur Unbeliebtheit des gebürtigen Sauerländers gibt es unterschiedliche Erklärungen und Thesen. Kritiker verweisen etwa auf „mangelnde Empathie“, was die Nähe zu Bürgern möglicherweise erschwere. Der Vorwurf einer teils polarisierenden Rhetorik in der Migrationsdebatte sowie insbesondere gebrochene Wahlversprechen und damit ein Vertrauensverlust stehen ebenfalls im Raum.

Bereits im ersten Amtsjahr konnte die Regierung unter Merz allerdings auch einige Vorhaben umsetzen. Insgesamt blieb die entscheidende politische Wende im Land dennoch aus, erklären Fachleute. Die jüngste Landtagswahl in Sachsen-Anhalt brachte der CDU schmerzhafte 17,2 Prozent ein, was den Handlungsdruck auf den Kanzler erneut steigert. In der Geschichte der Forsa-Umfragen schneidet dieser besonders schlecht ab. Demnach gilt er als der bislang unbeliebteste Regierungschef Deutschlands.

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Dieser Kanzler gilt historisch als beliebtester Regierungschef 

Allein ist Merz mit seiner Position allerdings nicht. Auch Vorgänger Olaf Scholz erreichte in vielen Befragungen unterdurchschnittliche Ergebnisse. In diversen Umfrageergebnissen punkten konnte hingegen Helmut Schmidt. Der Hamburger regierte acht Jahre und galt stets als pragmatisch, schlagfertig und durchsetzungsstark. Nach ihm im Ranking folgt Altkanzlerin Angela Merkel, die ebenfalls regelmäßig hohe Zustimmungswerte erlangen konnte und rund 16 Jahre im Amt war.

Spannend bleibt nun, ob die Beliebtheitswerte von Merz während seiner verbleibenden Amtszeit wieder steigen oder noch weiter in den Keller rutschen. Die Erwartungen der Bevölkerung sind weiterhin hoch. Viele fordern unter anderem stabilisierende Maßnahmen für die Wirtschaft, mehr Entlastung für Familien, soziale Sicherheit und Verlässlichkeit.

(Quellen: INSA, Bundesregierung)