Messerattacke auf Weihnachtsmarkt: Jugendlicher schwer verletzt

Ein Polizist entfernt das letzte Absperrband nach der Amokfahrt auf dem Weihnachtsmarkt von Magdeburg. Im Hintergrund ist ein Kinderfahrgeschäft zu sehen. Nun wurde eine weitere Messerattacke auf einem Weihnachtsmarkt verübt.
Symbolbild © imago/Eibner

Trotz Waffenverbotszonen gab es auf einem Weihnachtsmarkt im Westen Deutschlands eine Messerattacke. Dabei wurde ein Jugendlicher schwer verletzt. Die Anwohner stehen unter Schock und haben Angst; die Polizei ermittelt.

Da die Gewaltbereitschaft in Deutschland zunimmt und es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Anschlägen kam, ergreifen die Weihnachtsmärkte zunehmend schärfere Maßnahmen. Dennoch gab es wieder eine Messerattacke.

Weihnachtsmarkt: Bürger fühlen sich nicht sicher

Großveranstaltungen bergen stets ein gewisses Risiko. Um den Besuchern der diesjährigen Weihnachtsmärkte ein besseres Gefühl zu geben, haben die Städte und Kommunen die Sicherheitsvorkehrungen bereits verschärft. Allen voran befinden sich um die meisten Märkte schwere Sperrelemente aus Beton oder Metall. Zudem sind Schilder an den jeweiligen Plätzen zu sehen, die unmissverständlich auf das Verbot jedweder Waffen hinweisen. Dazu zählen auch Messer und Pfefferspray. Fast überall ist zusätzliches Sicherheitspersonal vertreten. Auch die Polizei soll präsenter sein und bei begründetem Verdacht Taschenkontrollen durchführen. Doch auch dabei können Einzelpersonen durchrutschen – insbesondere dann, wenn sie sich nicht direkt auf dem Weihnachtsmarkt befinden.

Messerattacke: Jugendlicher schwer verletzt

Bei Herford in Nordrhein-Westfalen soll es am Donnerstagabend in einer Seitenstraße nahe dem Weihnachtsmarkt zu einem Streit zwischen Jugendlichen gekommen sein. Bei einer verbalen Auseinandersetzung ist es offenbar nicht geblieben. Ein 16-Jähriger aus Bad Salzuflen erlitt schwere Verletzungen, nachdem ein anderer Jugendlicher mit einem Messer auf ihn eingestochen hat. Nach Angaben der Polizei soll sich die Tat etwa 19:30 Uhr ereignet haben. Der Verletzte konnte sich zur nahegelegenen Kirche schleppen, wo er Passanten um Hilfe bat. Diese wählten schließlich den Notruf. Das Opfer wurde noch vor Ort von Rettungskräften versorgt und schließlich ins Krankenhaus gebracht. Nach einer Notoperation soll sich sein Zustand inzwischen stabilisiert haben.

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Noch in der Nacht konnte die Polizei einen 15-jährigen Tatverdächtigen mit noch ungeklärter Staatsbürgerschaft festnehmen. Berichten zufolge soll der Jugendliche bereits wegen sexueller Belästigung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Diebstahls aktenkundig sein. Einen Zusammenhang zwischen der Tat und dem Weihnachtsmarkt soll es nicht geben. Polizei und Staatsanwaltschaft Bielefeld haben die Ermittlungen übernommen und suchen gemeinsam mit den Beamten aus Herford weiter nach Zeugen.

(Quellen: Polizeiticker, dpa)