Millionen Deutsche können Rechnungen nicht mehr bezahlen

Hände einer Person, die mehrere 50-Euro-Scheine in Fächerform halten. Die Handgelenke werden von einem weißen Stromkabel umwickelt. Die Person trägt ein hellblaues Hemd. Der Untergrund ist weiß.
Symbolbild © istockphoto/D-Keine

Für viele Menschen in Deutschland bleibt am Monatsende nur wenig Geld übrig. Miete, Lebensmittel, Versicherungen und andere regelmäßige Ausgaben beanspruchen einen großen Teil des verfügbaren Einkommens. Deshalb müssen Haushalte mit einem knappen Budget auf größere Anschaffungen häufig verzichten.

Finanzielle Sorgen nehmen in Deutschland zu

Finanzielle Schwierigkeiten betreffen nicht nur eine bestimmte Altersgruppe. Auch viele junge Menschen verfügen nur über begrenzte finanzielle Mittel und müssen mit ihrem Einkommen zahlreiche Ausgaben bestreiten. Gleichzeitig wächst die Altersarmut. Damit zeigt sich, dass finanzielle Belastungen an verschiedenen Punkten des Lebens auftreten können. Für junge Menschen können geringe Einkommen den Aufbau eigener Rücklagen erschweren. Ältere Menschen stehen dagegen vor der Herausforderung, ihren Lebensunterhalt mit den verfügbaren finanziellen Mitteln zu bestreiten. Hinzu kommen die stetig steigenden Preise, die das verfügbare Einkommen vieler Menschen stärker beanspruchen.

Können Rechnungen nicht bezahlen: Steigende Preise setzen Haushalte unter Druck 

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Wer bereits mit einem knappen Budget auskommen muss, spürt höhere Kosten besonders deutlich. Denn wenn alltägliche Ausgaben zunehmen, bleibt am Ende weniger Geld für andere Bedürfnisse oder zum Sparen. Haushalte können ihre Ausgaben zwar teilweise anpassen, doch nicht jede Rechnung lässt sich vermeiden oder kurzfristig reduzieren. Gerade bei festen monatlichen Kosten fällt eine solche Anpassung schwer. Dadurch kann sich die finanzielle Belastung weiter verstärken.

Wie stark finanzielle Engpässe den Alltag erreichen können, zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Demnach erklärten 3,8 Millionen Menschen im vergangenen Jahr, in einem Haushalt zu leben, der Rechnungen eines Energieversorgers nicht fristgerecht bezahlen konnte. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung entspricht das knapp fünf Prozent. Zugleich fiel dieser Anteil geringer aus als im Jahr zuvor. Unterschiede zeigen sich auch bei der Wohnsituation: Menschen, die zur Miete leben, berichteten häufiger von Problemen bei der Begleichung solcher Versorgungsrechnungen als Personen mit selbst genutztem Wohneigentum.

(Quellen: Destatis, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)