Millionen Handy-Besitzer betroffen – Maßnahme bis Juli umsetzen

Eine nicht zu erkennende Frau tippt etwas auf ihrem Smartphone ein. Mit der linken Hand hält sie das Handy, mit der rechten Hand tippt sie gerade den PIN ein, um das Handy zu entsperren.
Symbolbild © istockphoto/Wasan Tita

Viele Smartphone-Nutzer kennen Verbindungsprobleme im Alltag. Eine bundesweite Aktion soll nun Handy-Besitzer zum Handeln bewegen. Die Ergebnisse sollen helfen, Schwachstellen genauer zu erkennen und die Versorgung zu verbessern.

Ständiger Empfang ist in Deutschland noch immer ein Luxusgut. Während sich die Netzabdeckung in den Ballungszentren zunehmend stabilisiert, bleiben ländliche Räume und Verkehrswege oft ein weißer Fleck auf der digitalen Landkarte. Nutzer, die sich regelmäßig über Verbindungsabbrüche ärgern, stehen jetzt vor einer Möglichkeit, aktiv zur Verbesserung der Dateninfrastruktur beizutragen.

Funklöcher bremsen Smartphone-Nutzer im Alltag aus

Besonders sogenannte Funklöcher stellen viele Smartphone-Nutzer regelmäßig vor Probleme. Reißt ein Telefongespräch plötzlich ab oder lädt eine Anwendung nur sehr langsam, fehlt oft eine ausreichende Mobilfunkverbindung. Solche Situationen treten nicht nur auf dem Land auf, sondern können ebenso entlang von Bahnstrecken oder in einzelnen Stadtgebieten vorkommen. Dadurch lassen sich Karten-Apps, Messenger oder Streamingdienste zeitweise nur eingeschränkt nutzen. Das erschwert nicht nur die Kommunikation, sondern kann auch die Orientierung oder den Zugriff auf wichtige Informationen unterwegs beeinträchtigen.

Handy-Besitzer betroffen: Nutzer sollen Mobilfunknetz testen

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Bei der Wahl eines Mobilfunkanbieters achten viele Verbraucher besonders auf Netzqualität und Empfang. Deshalb vergleichen unabhängige Tests regelmäßig die Leistungen der verschiedenen Netze. Gute Bewertungen spielen für Kunden eine wichtige Rolle, denn sie erwarten schnelle Datenverbindungen und möglichst wenige Verbindungsabbrüche. Gleichzeitig unterscheiden sich die Erfahrungen je nach Wohnort oder Reiseroute erheblich. Ein Netz kann in einer Region zuverlässig funktionieren, an einem anderen Ort jedoch Schwächen zeigen.

Wer selbst überprüfen möchte, wie gut das Mobilfunknetz am eigenen Standort funktioniert, kann sich noch bis zum 1. Juli an einer bundesweiten Aktion beteiligen. Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung ruft im Rahmen der zweiten Mobilfunk-Messwoche dazu auf, mithilfe einer kostenlosen App die Netzqualität zu erfassen. Die Erhebung läuft seit dem 24. Juni im gesamten Bundesgebiet. Die gesammelten Messwerte sollen das Bild der Mobilfunkversorgung aus Sicht der Nutzer ergänzen, denn bislang beruhen offizielle Daten hauptsächlich auf Angaben der Netzbetreiber. Davon können am Ende auch die Teilnehmer profitieren.

(Quellen: Bundesnetzagentur, Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)