
Die Bundesregierung hat sich für 2026 zum Ziel gesetzt, die Energiepreise zu senken. Neben den Gaspreisen sollen auch die Strompreise spürbar sinken. Allerdings variieren die Kosten je nach Bundesland und Anbieter.
Gute Nachrichten für Verbraucher: Im kommenden Jahr sollen die Strompreise dank einiger Maßnahmen der Merz-Regierung sinken. Doch profitieren nicht alle Haushalte der Bundesrepublik gleichermaßen davon.
Strompreise ändern sich für Millionen Haushalte
Die schwarz-rote Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz hat für 2026 eine Entlastung der Energiekosten beschlossen. Konkret heißt das: Die Gasspeicherumlage entfällt, was die Gaspreise drückt. Das vergünstigt wiederum die Strompreise. Weiterhin will der Bund die Netzentgelte mit 6,5 Milliarden Euro bezuschussen, was bei den Verbrauchern letztlich ebenfalls für niedrigere Kosten sorgt. Unternehmen sollen vor allem von einer Senkung der Stromsteuer profitieren. Unter Berücksichtigung der Erhöhung des Mindestlohns könnte die Bevölkerung also tatsächlich finanziell ein wenig Entlastung erfahren. Wer wie viel spart, hängt jedoch auch vom Wohnort ab.
Strompreise sinken – Ersparnis variiert jedoch
Das Vergleichsportal Verivox hat eine deutschlandweite Analyse der Stromgrundversorger durchgeführt. Im bundesweiten Durchschnitt sinken die Preise um rund 2,6 Prozent. Die Ergebnisse zeigen jedoch auch, dass die Preissenkungen nicht überall gleich ausfallen. 307 Versorger in Deutschland senken ihre Strompreise um durchschnittlich 8,9 Prozent, wovon etwa 3,1 Millionen Haushalte profitieren. Während die Preise bei der Mehrheit unverändert bleiben, erhöhen zwölf Versorger sogar um 1,4 Prozent. Hier gilt es jedoch auch zu beachten, dass es sich um die örtlichen Grundversorger handelt, die vergleichsweise teuren Strom arbeiten.
Den stärksten Preisrückgang hat Sachsen zu verzeichnen. Mit einer Senkung um etwa 8,5 Prozent spart ein Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh im nächsten Jahr 143 Euro. Auch die Haushalte in Baden-Württemberg kommen mit rund 6,6 Prozent, also einer Ersparnis von 118 Euro gut weg. Gleich dahinter kommen Preissenkungen in Sachsen-Anhalt (6,1 Prozent, 106 Euro), Brandenburg (3,3 Prozent, 56 Euro) und Nordrhein-Westfalen (2,5 Prozent, 46 Euro). In Niedersachsen (0,9 Prozent) und Bayern (0,8 Prozent) sind die Unterschiede kaum spürbar. In Berlin und Hamburg soll alles unverändert bleiben. Ein Tarifvergleich bei verschiedenen Anbietern lohnt sich also allemal, da sich so nochmals ordentlich sparen lässt. Dafür muss man meist nur ein Formular ausfüllen. Um den Wechsel selbst kümmert sich dann der Stromanbieter.
(Quellen: Bundesverband Energie- und Wasserwirtschaft, Statista)














