
Eine Insekten-Invasion hält derzeit Deutschland in Atem. Die Tierchen existieren millionenfach und breiten sich rasend schnell aus. Die betroffenen Regionen sehen keine andere Möglichkeit als eine radikale Bekämpfung.
Eine Region in Deutschland hat gerade mit einer Insekten-Invasion zu kämpfen, die ihresgleichen sucht. Die Tierchen breiten sich sehr schnell aus und werden zu einem echten Problem.
Eingeschleppt und äußerst aggressiv: Art verdrängt die heimischen Populationen
In der Regel begrüßen Naturschützer die Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen. Doch es gibt Arten, die bei uns nicht nur nicht heimisch sind, sondern die hier ansässigen Arten verdrängen und damit zum Problem des gesamten Ökosystems werden. In der Regel werden diese sogenannten invasiven Tier- und Pflanzenarten von außerhalb eingeschleppt. Wer zum Beispiel Pflanzen aus einem anderen Land bestellt, kann fast immer damit rechnen, dass auch blinde Passagiere mitfliegen. Wenn man die Folgen merkt, ist es fast schon zu spät. Je nach Erkenntnis und Ausbreitung müssen dann extreme Maßnahmen getroffen werden, um die Invasion zu stoppen.
Insekten-Invasion in Deutschland: Betroffene Region setzt auf Mithilfe der Bürger
Wir alle kennen sicherlich das Ameisen-Problem. Egal, ob in einem Hotel im Ausland oder in den hemischen vier Wänden, die Mehrheit der Bürger hatte es bereits mit einer Ameisenkolonie zu tun. Diese ist jedoch nichts im Vergleich zu dem Insektenproblem, das sich gerade im Südwesten des Landes ausbreitet.
Das Problem ist die invasive Große Drüsenameise (in Fachkreisen: Tapinoma magnum), die zwar für den Menschen ungefährlich ist, aber extreme Schäden an Wohngebäuden und Infrastruktur anrichtet. Die Tiere sorgen regelmäßig für Strom- und Internetausfälle, da sie ihre Nester in den Elektroanlagen bauen. Ganze Häuser können somit unbewohnbar werden. Deshalb setzen Experten nun zum einen auf wissenschaftliche Erkenntnisse bezüglich der Ameise. Zum anderen fordern sie die Bürger zur Mithilfe auf. Wer dieses Insekt erkennt und einen Befall vermutet, soll Aufnahmen aus verschiedenen Blickwinkeln machen und sie dem Naturschutzbund auf der entsprechenden Seite zur Verfügung stellen. Im Nachbarland Schweiz ist die Große Drüsenameise ebenfalls zur Plage geworden. Um sie zu bekämpfen, investiert der Kanton Thurgau 200.000 Schweizer Franken.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, MDR, Schwäbische Zeitung)














