
Unaufhörlich rollt die Pleitewelle über uns hinweg und reißt ein neues Opfer mit sich: Ein Hersteller-Riese, der Hunderte Arbeiter in Deutschland beschäftigt, ist insolvent. Die Mitarbeiter blicken in eine ungewisse Zukunft.
Hunderte Mitarbeiter stehen ausgerechnet kurz vor Weihnachten vor einer ungewissen Zukunft. Denn ein Hersteller-Riese in Deutschland hat erst vor wenigen Tagen Insolvenz angemeldet. Die schwierige Lage ließ einfach keinen anderen Weg mehr zu.
Bereits vor zwei Jahren die ersten Hinweise: „Haben es kommen sehen“
Wenn man eine Firma besitzt, die Produkte herstellt, die das ganze Land braucht, ohne die viele andere Produkte nicht auskommen würden, kommt man wohl kaum auf die Idee, dass man Insolvenz anmelden muss. Der Hersteller-Riese aus Deutschland, der nun Insolvenz anmelden musste, produziert nämlich genau solche Dinge, die extrem gefragt sind und auf die man bei anderen Artikeln absolut nicht verzichten kann.
Das Problem ist jedoch, dass es die ersten Hinweise auf finanzielle Schwierigkeiten bereits vor über zwei Jahren gab. Die Energiekosten stiegen extrem an und bedeuteten gerade für Betriebe, die viel Energie verbrauchen, einen hohen Ausgabenposten. Und genau dieses Problem besteht jetzt. Die Mitarbeiter warnten schon 2023 vor den gestiegenen Energiekosten. Sie haben es bereits kommen sehen.
Hersteller-Riese meldet Insolvenz in Deutschland an – Hunderte Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft
Der Hersteller-Riese betreibt nicht nur in Wilhelmshaven seinen Standort, sondern unter anderem auch in den Niederlanden in Beek. Die Vynova Wilhelmshaven GmbH hat beim zuständigen Amtsgericht in Wilhelmshaven am 12. Dezember Insolvenz angemeldet. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter wurde bereits bestellt und hat seine Arbeit schon aufgenommen. Vynova gilt als echter Riese am PVC-Markt. Denn die GmbH, die ihren Sitz in Belgien hat, stellt Suspensions-PVC und Vinylchlorid-Monomer her. Letzteres ist ein wichtiger Baustein für PVC, und ersteres Element ist unverzichtbar im Einsatz von Rohren, Fenstern, Böden und Folien.
Der Stoff sorgt für eine hohe Robustheit und extreme Langlebigkeit. Aber das Problem damals war, dass die Herstellung dieser Elemente viel Energie verbraucht und damit hohe Kosten verursacht. Laut Insolvenzverwalter wolle man überprüfen, inwieweit sich der Geschäftsbetrieb fortführen lasse. Die Rahmenbedingungen seien schwierig. Denn neben den steigenden Energiekosten machen dem Unternehmen auch die geringe Binnennachfrage sowie die Überschwemmung des Marktes mit Billigprodukten das Leben schwer.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Hooksiel-Life, Pluta Rechtsanwalts GmbH)














