
Eine deutsche Bäckereikette ist nun einen großen Schritt gegangen und hat Teile des Unternehmens ins Ausland verkauft. Nach 130 Jahren geht die Geschäftsführung jetzt neue Wege. Und das aus guten Gründen.
Im Hintergrund tut sich jetzt einiges, das die Kunden direkt gar nicht mitbekommen. Nach 130 Jahren geht eine deutsche Bäckereikette nun neue Wege und verkauft Teile des Unternehmens tatsächlich ins Ausland. Diesen Schritt hat man gut überlegt und abgewogen.
Lage der Bäckereien in Deutschland ist katastrophal: Deutsche Bäckereikette sieht nur diesen Schritt
Wer dieser Tage eine Bäckerei in Deutschland führt, hat es nicht leicht. Immer mehr Traditionsbetriebe schließen, weshalb die Anzahl der Backstuben sinkt. Ein Hauptproblem dabei sind jedoch nicht nur die Kunden, die ihre Backwaren lieber billig im Discounter kaufen. Auch am Personal mangelt es den Betrieben deutlich. Sie finden immer weniger Auszubildende und Fachkräfte, weshalb so manches Unternehmen auf ungewöhnliche Wege zurückgreift. Doch die Lage bietet auch Chancen. Dies sieht eine deutsche Bäckereikette nun so und hat den entscheidenden Schritt gewagt, die Mehrheit der Unternehmensanteile ins Ausland zu verkaufen.
Deutsche Bäckereikette verkauft Teile ins Ausland – „Wollen die Chance nutzen“
Der Grund für diesen Schritt ist jedoch nicht eine drohende Insolvenz. Im Gegenteil: Die Bäckereikette Junge floriert in Deutschland. Laut Geschäftsführung habe man schon seit Jahren nach einem Partner für das Unternehmen gesucht, der kompetent ist und die Werte des Unternehmens genauso vertritt wie die Bäckerei Junge selbst. In vierter Generation habe man den Bezug zur Qualität und Regionalität nicht verloren und will, dass dies in Zukunft so bleibt. Doch ohne einen finanzstarken Investor könne man sich nicht weiterentwickeln.
Partner der Bäckereikette Junge wird die niederländische Beteiligungsgesellschaft Egeria sein. Sie übernimmt 74,9 Prozent der Unternehmensanteile. Mit dem neuen Geld will das Unternehmen zehn bis fünfzehn neue Filialen eröffnen, das Marketing vorantreiben sowie in IT und Produktion investieren. Laut Geschäftsführung könne man nur auf diese Weise gegen die Konkurrenz bestehen. Doch Kunden und Lieferanten werden von dieser Partnerschaft nichts merken. Denn ansonsten soll alles beim Alten bleiben. Wenn das Kartellamt zustimmt, könnte die Partnerschaft im September amtlich werden.














