Nach 30 Jahren: Legendärer Einzelhändler beendet Tradition

Möbelhaus mit verschiedenen Möbelstücken
Symbolbild © istockphoto/Oleksandra Polishchuk

Ständig hört man es. Unternehmen schließen, Services werden eingestellt. So auch jetzt. Wieder wird eine langjährige Tradition beendet.

Eine Ära geht zu Ende. Wieder einmal. Denn ein Einzelhändler stampft einen beliebten Service ein. Diesmal geht es um eine Tochter des Otto-Konzerns.

Format für die Werbung wird komplett verändert

Ikea hat dies bereits 2021 getan. Das schwedische Möbelhaus hat sich von dem traditionellen Katalog verabschiedet. Auch Rewe und Obi haben dies mittlerweile getan. Sie stellten ihre Prospekte ein.

Diesem Vorbild folgt jetzt der nächste Einzelhändler. Der legendäre Katalog wird nicht länger gedruckt und an die Kunden versandt.

Der Grund ist einfach und nachvollziehbar. Es geschieht der Umwelt zuliebe. Und der Verzicht auf Prospekte kann durchaus einiges bewirken. „Mehr als 73.000 Tonnen Papier, 70.000 Tonnen CO₂, 1,1 Millionen Tonnen Wasser und 380 Millionen kWh Energie können gespart werden.“ Das gab Rewe zuletzt bekannt.

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Deswegen geht es sowohl Prospekten als auch Katalogen an den Kragen. Nun stellt die Otto-Tochter Manufactum ihren Hauptkatalog ein. Der Einzelhändler vertreibt vor allem langlebige und kostspielige Produkte für den Haushalt oder Garten.

Fans sind traurig. Das ist das Ende einer langen Tradition

Manufactum wirbt in erster Linie mit einem zeitlosen Design. Der Katalog jedoch besticht durch sein Retro Design. Doch einige Fans stimmt dies wehmütig. Immerhin ist der Katalog seit 30 Jahren ein fester Bestandteil.

Die Fans sind wehmütig. Sie mochten den sympathisch altmodischen und umfangreichen Manufactum-Hauptkatalog. Dies gibt die Lebensmittelzeitung (LZ) an.

Jetzt konzentriert sich die Otto-Tochter verstärkt auf das digitale Angebot. Dies gibt der Einzelhändler an. Der Hauptkatalog wird nach rund 34 Jahren eingestellt. Und schon in diesem Jahr wird es keinen weiteren mehr von Manufactum geben.

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Doch der Katalog hat einen regelrechten Kultstatus erreicht. So lassen sich sogar alte Exemplare kaufen oder verkaufen. Zum Beispiel auf Ebay oder anderen Gebrauchtwarenportalen. Dabei gilt: je älter, desto teurer.

Die Tochter der Otto-Group reagiert mit diesem Schritt aber auch auf ein verändertes Kundenverhalten. Denn viele informieren sich mittlerweile digital über das Angebot.

Somit wird der Verzicht des Kataloges auch nicht für alle ein so herber Verlust sein.